Trommeln, tanzen und ins Gespräch kommen

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Von Silvia Reich-Recla
| Kempten Es war ein Markt der anderen Art beim Festival 'Afrika im Allgäu' auf dem Gelände des Kempodiums in Kempten: Nicht nur Waren wie Körbe, Schmuck, Trommeln oder Wickelröcke wurden gehandelt, Schwarze und Weiße kam unverkrampft ins Gespräch. Und das ist ganz wörtlich zu nehmen.

'Fühle mich wie zu Hause'

'Ich fühl mich auf dem Fest fast wie zu Hause in Afrika', lobte die gebürtige Kenianerin Anastasia Gitau aus Memmingen. 'Die Kinder können übers Gelände springen, und auch wir haben unseren Spaß,' sagt die 38-jährige und deutet auf ihre drei dunkelhäutigen Freundinnen. Am gleichen Tisch trinkt Rita Walter aus Kaufbeuren eine Tasse Tee und lobt die 'gute Kombination zwischen Handwerkermarkt und Musikfest'. Derweil geben die Trommler und Tänzer der ugandischen Gruppe 'N’dere Kids' einen Einblick ins Lebensgefühl des schwarzen Kontinents: Sie tanzen, dass die bunten Bastschnüre, die an einem Gürtel über ihren Hüften hängen, um ihren Bauch hüpfen. Alle Akteure haben offensichtlich Spaß am Leben.

'Ich denke, das ist etwas, was die Deutschen von uns lernen können: Fröhlich sein, mehr Zeit füreinander haben,' sagt Nassirou Kassoumou aus Benin, derzeit Praktikant in Altusried auf die Frage, ob die Afrikaner uns Deutschen auch eine Art 'Entwicklungshilfe' geben könnten. Dr. Sabine Weizenegger, eine der drei Organisatorinnen, hat mehrere Jahre in Afrika studiert und gelebt. 'Miteinander ins Gespräch kommen, sich austauschen und Erfahrungen sammeln', ist ihr Anliegen. Und vom großen Afrikafestival in Würzburg, das schon seit den 80er Jahren regelmäßig Zigtausende von Besuchern anlockt, war wiederum Ideengeberin Karina Rauch angeregt worden: 'Ich dachte mir, eine ähnliche Veranstaltung als kleine Schwester des Würzburger Festivals wäre eine tolle Sache für Kempten.

' Und wirklich, die Allgäuer - es waren schätzungsweise 2000 Besucher an beiden Tagen da - waren voll des Lobes. Simone Dietrich-Alber aus Stein sagt: 'Es ist alles so einladend und schön dekoriert.' Und die 24-jährige Sabine Brecheisen aus Wiggensbach findet: 'Es ist wichtig, über den eigenen Horizont hinauszuschauen.' Sie selbst fliegt Ende Juli nach Botswana, um dort zu studieren.

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