Buchloe
Trinkgelage in der Stadt trocken gelegt

Ein «ruhiges Halbjahr» sei es gewesen, meint Otto Hahn. Ohne «gravierende Zwischenfälle» sei die Fußball Weltmeisterschaft in Buchloe abgelaufen, «komplett problemlos» seien das Stadtfest und das Bezirksmusikfest in Lindenberg über die Bühne gegangen.

Überhaupt: Mit der Sicherheitslage in Buchloe könne man einmal mehr zufrieden sein, bilanziert der Polizeichef sichtlich gut gelaunt. Bewährt habe sich dabei vor allem die im Juni 2008 in Kraft getretene Verordnung der Stadt Buchloe, die den Alkoholkonsum auf zahlreichen öffentlichen Flächen im Stadtgebiet untersagt. Vor allem die berüchtigten «Saufnester» am Bahnhof oder im Immlepark «haben wir seitdem nicht mehr», meint Hahn.

Tatsächlich gibt sich die Kriminalstatistik der Polizeiinspektion Buchloe für das erste Halbjahr 2010 erfreulich unspektakulär. Ob Raub, Vergewaltigung, Diebstahl oder Beleidigung - bei einer Mehrzahl der Straftaten verzeichnete die Polizei im vergangenen Halbjahr weniger Fälle. Lediglich in der Rubrik mit dem für Außenstehende nebulösen Namen «Strafrechtliche Nebengesetze» steht ein Plus von 250 Prozent vermerkt.

Die Delikte, die sich dahinter verbergen: Verstöße gegen das Urheberrecht (wie es bei illegalen Internet-Downloads der Fall ist), gegen den Markenschutz oder Plagiate. «Diese Fälle sind zwar bei uns verzeichnet; in der Praxis kriegen wir davon aber nur wenig mit, weil sie in die Zuständigkeit der Kriminalpolizei Kaufbeuren fallen», erläutert Hahn. Andere besorgniserregende Ausreißer gib es nicht.

Weniger Vandalismus

Besonders der Rückgang beim Vandalismus freut Hahn. In den vergangenen Jahren hatte die sogenannte Straßenkriminalität bei der Präsentation der Kriminalstatistik immer wieder für Sorgenfalten auf der Stirn des Polizeichefs gesorgt.

Mit einem Minus von 25 Prozent zeichnet sich diesmal jedoch ein erfreulicher Trend ab - auch wenn Hahn vor zu viel Optimismus warnt: «Nachdem der Juni ziemlich verregnet war, kann sich die Statistik nach dem schönen Juli wieder ganz schnell ändern.»

Lob gibt es vom Polizeichef vor allem aber auch für seine Kollegen. «Gut gearbeitet» habe man in den vergangenen Monaten, betont er. Eine Feststellung, die auch die Statistik untermauert. Vorbildliche 75,6 Prozent der Straftaten im Bereich der PI konnten die Buchloer Beamten aufklären. Zum Vergleich: Der Durchschnittswert im gesamten Präsidium Schwaben Süd/West liegt bei (immer noch sehr guten) 69,6 Prozent. «Auf das Ergebnis kann man schon stolz sein», freut sich Hahn: «Was aber nicht heißt, dass wir nicht weiter daran arbeiten, damit es noch besser wird.»

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