Trinkgelage endet mit Messerstich

Kaufbeuren | dam | Durch einen Messerstich in den Rücken hat ein 25 Jahre alter Mann in Kaufbeuren bei einer Auseinandersetzung mit einem Zechkumpan erhebliche Verletzungen erlitten. Nach Angaben der Polizei hatten die beiden jungen Aussiedler aus Russland den Montagabend bei einem Bekannten verbracht und große Mengen Alkohol getrunken. Auf dem Nachhauseweg gerieten die 23 und 25 Jahre alten Männer aneinander und es flogen die Fäuste. Im Verlauf des Streites zückte der Jüngere ein Messer und stach auf den 25-Jährigen ein.

Der Schwerverletzte setzte dennoch zu Fuß seinen Weg nach Hause fort. Nach Angaben eines Polizeisprechers war der Messerstich zwischen den Rippen hindurch gegangen. Der Mann sei aber durch die starke Alkoholisierung offenbar 'schmerzunempfindlich' gewesen. Eine Polizeistreife traf schließlich auf den Verletzten und veranlasste, den Mann mit einem Rettungswagen in das Klinikum Kaufbeuren einzuliefern. Dort wurde der 25-Jährige operiert; Lebensgefahr bestand für den Mann nicht.

Tatmesser abgewaschen

Der 23-jährige mutmaßliche Täter ging nach der Auseinandersetzung zunächst wieder in die Wohnung seines Bekannten und wusch dort das Tatmesser ab. Bei einer Durchsuchung der Wohnung fand die Polizei drei Küchenmesser, von denen eines die Tatwaffe sein könnte.

Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen. Warum die zwei Rußlanddeutschen in Streit gerieten, ist bislang noch unklar. Beide machten zunächst widersprüchliche Angaben. Die Kriminalpolizei Kaufbeuren sucht daher Zeugen der Tat. Hinweise unter Tel. (08341) 9330.

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