Schwangau
Traumhafte Musik in Ludwigs Traum

Zum zweiten Mal hatte die Schlossverwaltung Neuschwanstein zu einem Konzert anlässlich des Geburtstages von König Ludwig II. geladen. Für Schlossverwalter Hubert Nikol war es eine Premiere. Kastellan Markus Richter wurde bei der gelungenen Inszenierung an diesem Abend unter anderem auch von ehrenamtlichen Mitarbeitern der Hypo Vereinsbank unterstützt. Der Erlös des Konzertes geht in diesem Jahr an die Kinderkrebshilfe Königswinkel.

Im Schein von Fackeln

Im Schein von Fackeln begrüßten die «Alpen-Hörner» unter der Leitung von Roland Kurz die 350 Gäste stimmungsvoll im oberen Schlosshof. Wie verzaubert lauschten diese dem Kyrie Eleison, gesungen von Janet Marie Chvatal aus dem Wohnzimmer des Königs. John Arthur Westerdoll (Geige) und Robert Maul (Saxophon) fanden sich zu einer traumhaften Begrüßung zusammen, die in die Welt Ludwigs II. führte.

Bei der musikalischen Schlossführung schwebten die Töne von Chvatals reinem Sopran und Gremms warmem Bariton förmlich durch den Thronsaal. Deutlich wurde beim Gloria und Halleluja, dass auch Marc Gremm eine neue Seite an sich entdeckt hat. Für Katja Schmidt aus Stuttgart, die das Schloss vor einigen Jahren schon einmal besucht hatte, war dieser Abend «einfach wunderbar.

Es passt alles genau zu dieser Traumwelt des Monarchen».

Zum Hauptkonzert im Sängersaal trafen sich die Besuchergruppen wieder und lauschten dem Gesang des berühmten Tölzer Knabenchors unter der Leitung von Ralf Ludewig. Clemens Haudum am Klavier begleitete sensibel und fein bei den unterschiedlichen Musikstücken. Wollte man nach dem Applaus schließen, bevorzugten die Zuhörer die flott gesungenen Weisen. Der junge Solist Daniel beeindruckte mit einem glockenreinen «Hirtenknaben» aus Wagners Tannhäuser. Mit «Mein Vater war ein Wandersmann» gesellte sich Marc Gremm zum Chor, und beim «Panis Angelicus» überwältigte der strahlende Sopran von Janet Chvatal.

Zum Schluss der Abendsegen

Mit «Wie gehts, wie stehts, schon lange nicht gesehn» hatten sich die Besucher eine flotte Zugabe erklatscht und wurden mit dem innig gesungenen Abendsegen aus Humperdincks «Hänsel und Gretel» in eine laue Nacht entlassen. (sr)

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ