Lindenberg
Trauer um Peter Max Zechbauer

Trauer um einen bedeutenden Unternehmer: Peter Max Zechbauer, Geschäftsführer und früherer Eigentümer von Mayser ist im Alter von 76 Jahren verstorben. «Wir haben mit ihm eine große Persönlichkeit verloren», sagt Geschäftsführer Manfred Jordan.

Peter Max Zechbauer hatte 1969 die Unternehmensgruppe von seinem Vater übernommen. Dazu gehörten unter anderem die Werke in Ulm und Lindenberg. Im Stammwerk Ulm wurden zu dieser Zeit ausschließlich Hüte produziert. Nachdem erkennbar war, dass Umsatz und Ertrag im Hutbereich immer mehr zurückgehen würden, ging Mayser auf Initiative von Peter Max Zechbauer 1970 daran, eine Strickwarenproduktion aufzubauen. Schon zuvor hatte der Unternehmer mehrere Textil-Einzelhandelsgeschäfte mit anspruchsvoller Herrenbekleidung im Sortiment gegründet.

In den Firmen Ulm und Lindenberg setzte Peter Max Zechbauer mit seinen Geschäftsleitungen weiter auf Diversifizierung. 1971 wurde die Rohfabrikation nach Ulm verlagert und somit Platz geschaffen für den Start der heute erfolgreichen Abteilung Schaumstofftechnik.

Sie entwickelte sich im Lauf der Jahre sehr gut. Es werden komprimierte Schäume hergestellt, die in vielen industriellen Bereichen eine große Rolle spielen. Daneben werden in der Zwischenzeit komplette Kabinenauskleidungen für die Nutzfahrzeugindustrie gefertigt. Das neueste Produkt ist ein nicht vergilbender, atmungsaktiver und thermisch verformbarer Schaum unter dem Namen «Bluefoam». 1973 wurde die Abteilung Verformungstechnik gegründet. Diese Technik zur Herstellung nahtlos geformter Büstenhaltercups für namhafte Miederwarenhersteller in Deutschland, der Schweiz und Italien entsprang der Hut-Fabrikation. Den Durchbruch schaffte Mayser 1978, als es gelang, neben dem Verformen von synthetischen Textilien auch Artikel aus Baumwolle waschpermanent zu verformen.

In der Zeit von Peter Max Zechbauer meisterte Mayser auch schwierige Momente. Der Großbrand im April 1990 gehörte dazu. Damals wurde ein Großteil der Fertigungsgebäude in Lindenberg zerstört. In der Folge investierte Zechbauer für die Zukunft. Es wurden moderne Produktionshallen mit einer Gesamtfläche von 5000 Quadratmeter aufgebaut. Im Zuge der Produktbereinigung in den Firmen wurde die Ulmer Hutfabrik 1991 nach Lindenberg verlagert, um dort die Hutfertigung zu konzentrieren.

1994 überschrieb Peter Max Zechbauer die Betriebe seinen drei Kindern, führte sie aber bis zu seinem Tod als Geschäftsführer weiter.

Im Lindenberger Mayser-Werk sind 200 Mitarbeiter beschäftigt, 300 in weiteren Firmen der Mayser-/Zechbauer-Gruppe.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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