Verkehr
Tote Tiere liegen manchmal tagelang an Straßen - Jagdpächter zuständig

Igel, Füchse, Rehe und manchmal auch ein Dachs - momentan liegen wieder mehr Tiere auf der Fahrbahn, die den Kontakt mit einem Auto nicht überlebten. Doch wer entsorgt die Tiere, fragt eine AZ-Leserin. So habe ein Dachs ein ganzes Wochenende auf der B16 an der Mülldeponie gelegen. «Wer ist für solche Sachen zuständig? Denn das war kein schöner Anblick», meint die Leserin.

Bei allen Wildunfällen gelte, dass der zuständige Jagdpächter oder Eigenjagdinhaber für die überfahrenen Tiere zuständig sei, erklärt Forstdirektor Gerhard Limmer vom Ostallgäuer Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. << Nimmt ein Autofahrer ein jagdbares Tier mit, so begeht er eine Wilderei. Verkehrsteilnehmer, denen ein Unfall mit Wild passiert, sollten deshalb die nächste Polizeistation oder den für das jeweilige Gebiet verantwortlichen Jäger verständigen >>, erklärt Limmer. Der Jäger entferne dann das tote Wild bei einer Tierkörperbeseitigungsanstalt.

Wenn der zuständige Jäger nicht erreichbar ist, kümmern sich aber oft auch Bauhöfe oder Straßenmeistereien um die Beseitigung der << Überreste >>. Wildunfälle passieren besonders im Frühjahr, wenn es um die Revierverteilung geht, und im Juli und August zur Brunft. Zudem nehme die Zahl der Wildunfälle zu, da die Tiere durch Pilzsucher, Freizeitsportler oder freilaufende Hunde aufgeschreckt werden, so Limmer.

Bei Dachsen sei es aber wohl eher Pech, wenn die Tiere überfahren werden: Sie kommen im Ostallgäu noch relativ regelmäßig in der Nähe von sandigen, leicht zu bearbeitenden Böden vor, in denen sie ihre Höhlen bauen. Als nachtaktive Tiere werden sie meist im Dunkeln von Autos erwischt. << Für manche Mitbürger geht der Entsorgungsprozess dann leider oft zu langsam.

Aber in vielen Fällen ist die Informationskette sehr lange und sind die Arbeiten auch sehr umfangreich >>, erläutert Limmer, weshalb die toten Tiere auch länger auf oder an den Straßen liegen.

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