Buchloe
Tomahawks, Traumfänger und Tänze um den Marterpfahl

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Knisterndes Feuer, Rauchschwaden und rhythmische Klänge indianischer Musik erfüllen die Luft auf einer Wiese bei der Eschenlohmühle, die idyllisch am Waldrand liegt. Das mittlerweile 14. Indianerlager der Ferienfreizeit Buchloe (FFZ) hat hier diese Woche seine Zelte aufgeschlagen. Dieses Jahr haben sich für das einwöchige Indianerlager 110 Mädchen und Buben angemeldet, die von 43 ehrenamtlichen Helfern betreut werden.

Jagd im Wald

Kleine Indianer sind eifrig dabei, Bögen aus Weidenzweigen für die nächste «Jagd» auf wilde Tiere im Wald anzufertigen. Ein Betreuer erklärt den Kindern, dass es schwierig sei, die richtige Spannung einzustellen. Das Seil darf nicht zu straff und nicht zu locker sitzen.

Die anderen üben bereits an einer Zielscheibe, um die richtige Entfernung einzuschätzen. Sie müssen warten, bis Häuptling «Roter Fuchs» (Helmut Schiller) von der Jagd im Wald zurückkommt, dann sind sie an der Reihe. Im kühlen Wald müssen sie sich aber nicht nur leise anpirschen, sondern auch Tierspuren lesen.

Mit der Handbohrmaschine

Anderenorts werden unter Schatten spendenden Zelten Tomahawks ausgesägt, zusammengenagelt und anschließend mit passenden Motiven bemalt. Doch statt einer elektrischen kommt eine Handbohrmaschine zum Einsatz, um das Flair eines echten Indianerlagers zu wahren.

Wer noch kein Indianer-Outfit hat, kann sich die passende Kleidung selbst basteln. Nach Wunsch können sich die Mädchen und Buben auch schminken lassen und die Kriegsbemalung selbst bestimmen. Junge Squaws fertigen aus buntem Leder Taschen, Armbänder und Fußketten an. Um sich vor bösen Träumen zu schützen, werden mit bunten Vogelfedern Traumfänger gebastelt. An über 25 Bastelstationen können die kleinen Indianer unter Anleitung alles basteln, was ein richtiger Indianer braucht. Doch Indianerleben macht hungrig und die heißen Kartoffeln aus dem Feuer warten nur darauf, verzehrt zu werden.

Wie Gabi Löcherer, die Leiterin der FFZ, erzählt, essen hier auch Kinder Kartoffeln, die diese sonst nicht mögen.

Aus allen Himmelsrichtungen kommen Indianer herbeigeeilt, als Löcherer die große Trommel anschlägt, die Arbeit wird für kurze Zeit niedergelegt. Es ist Zeit für den großen Indianertanz um den Marterpfahl. Anschließend wird gesungen: «Im Indianerlager ist es schön. Wir kommen wieder, das ist klar, freuen uns auf nächstes Jahr.»

Holzpferd und Traumfänger

Nina (7) ist begeistert: «Ich finde es hier total schön. Ich habe mich heute schon schminken lassen. Dann hab ich mir noch ein Holzpferd und einen Traumfänger gebastelt. Mit Pfeil und Bogen übe ich gerade an der Zielscheibe.»

Andrea Miller ist eine der zahlreichen Helfer und schon seit sieben Jahren dabei: «Ich freue mich jedes Jahr auf das Indianerlager. Die Kinder sind immer alle friedlich und lieb, obwohl es so viele sind.» Gabi Löcherer ist von der Atmosphäre begeistert, die viele Arbeit lohne sich auf jeden Fall, wenn man dann das Ergebnis sehe.

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