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Gericht
Tödliche Lösung aus Schmerzpflastern gespritzt - Ostallgäuer Arzt nicht schuld am Tod des Patienten

Mit einem Freispruch vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung und einer Verurteilung zu einer Geldstrafe von 5.400 Euro (30 Tagessätze zu je 180 Euro) wegen unbegründeter Verschreibung von Betäubungsmitteln endete gestern Nachmittag vor dem Kaufbeurer Amtsgericht ein Strafverfahren gegen einen Ostallgäuer Orthopäden.

Der Mediziner hatte im August 2011 in Vertretung eines Praxiskollegen einem 33-jährigen Schmerzpatienten, der nach einem Fenstersturz unter Wirbelsäulen-Problemen litt, verschrieben. Dabei überschritt er nach Überzeugung der Richterin die zulässige Höchstmenge.

Der drogenabhängige Patient kochte noch am selben Tag zwei Pflaster aus, spritzte sich die Lösung und starb kurz darauf an einem Atemstillstand. In der Folge erhielt der Arzt einen Strafbefehl über 270 Tagessätze zu je 180 Euro, gegen den er Einspruch erhob.

Die Richterin folgte bezüglich des Anklagevorwurfs der fahrlässigen Tötung der Argumentation der beiden Verteidiger, die auf eine 'eigenverantwortliche Selbstgefährdung' des Patienten verwiesen hatten. Dieser sei bei seinem Besuch in der Sprechstunde 'voll orientiert' gewesen und habe als langjähriger Drogenkonsument um die Risiken einer unsachgemäßen Anwendung der Schmerzpflaster gewusst.

Mehr zu dem Fall und was die Staatsanwaltschaft forderte finden Sie in der Allgäuer Zeitung vom 04.12.2013 (Seite 17).

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