Klinikverbund Allgäu
Todesfall wegen AstraZeneca-Impfung?

Eine Frau ist nach ihrer Corona-Impfung verstorben. (Symbolbild)
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  • hochgeladen von Lisa Hauger

Eine Mitarbeiterin des Klinikverbunds Allgäu ist nach einer Corona-Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff schwer erkrankt und verstorben. Laut dem Klinikverbund ist ein Zusammenhang mit der Impfung nicht ausgeschlossen. Die 55-jährige Frau war laut Informationen, die all-in.de vorliegen, rund zwei Wochen nach der Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff mit Kopfschmerzen in die Klinik nach Immenstadt gekommen und mit einer Venenthrombose und einem Hirnödem auf die Intensivstation am Klinikum Kempten verlegt worden, wo sie kurz darauf verstorben ist.

Die Frau hat als Gesundheits- und Krankenpflegerin in der Klinik Immenstadt gearbeitet. "Wir sind zutiefst erschüttert über diesen tragischen Vorfall", so Prof. Dr. Ricardo Felberbaum, ärztlicher Direktor des Klinikums Kempten. Die Klinikleitung habe den Vorfall dem Gesundheitsamt des Landkreises Oberallgäu / Kempten sowie dem Paul-Ehrlich-Institut gemeldet und stehe in engem Austausch mit beiden Behörden.

Gesundheitsamt informiert Bayerisches Gesundheitsministerium

Das Gesundheitsamt Oberallgäu informierte unmittelbar nach Bekanntwerden der Umstände das Bayerische Gesundheitsministerium über den Vorfall. Gegenüber all-in.de wollte sich das Gesundheitsministerium nicht äußern und verwies stattdessen auf das Klinikum Kempten.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Gerinnungsstörung und Impfung?

Nach Auskunft des Paul-Ehrlich-Instituts wurde bislang bei sehr wenigen Geimpften - überwiegend im Alter unter 55 Jahren - nach der Impfung mit AstraZeneca eine sehr seltene Form einer Thrombose (vor allem Hirnvenenthrombose) in Verbindung mit einem Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) beobachtet. Alle Fälle waren mit einer anhaltenden Symptomatik etwa vier bis 16 Tage nach der Impfung aufgetreten. Gemeldet wurde dem Paul-Ehrlich-Institut bisher etwa ein Fall pro 100.000 Impfungen mit dem COVID-19-Impfstoff AstraZeneca. Diese sehr seltene Gerinnungsstörung trat unter den Geimpften häufiger auf, als es zahlenmäßig aufgrund der Seltenheit dieser Gerinnungsstörung ohne Impfung zu erwarten wäre. Es gibt derzeit keinen Nachweis, dass das Auftreten dieser Gerinnungsstörungen durch den Impfstoff verursacht wurde.

Geimpfte Personen sollten sofort einen Arzt aufzusuchen, wenn sie nach der Impfung Symptome, wie Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, Arm- oder Beinschwellungen, entwickeln. Darüber hinaus sollten alle Personen, die schwere oder anhaltende Kopfschmerzen haben, die länger als vier Tage nach der Impfung anhalten oder die nach ein paar Tagen Blutergüsse über die Impfstelle hinaus haben, umgehend einen Arzt aufsuchen.

Das Gesundheitsamt hat bereits eine Anfrage an das Paul-Ehrlich-Institut und die Ständige Impfkommission gestellt, ob eine Verabreichung des Impfstoffs AstraZeneca vorwiegend nur noch an Personen zum Beispiel über 60 Jahre erfolgen soll.

EMA bestätigte positives Nutzen-Risiko-Verhältnis von AstraZeneca

Zuletzt hatte die Sicherheitsbewertung durch den Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) das positive Nutzen-Risiko-Verhältnis des COVID-19-Impfstoffs von AstraZeneca bestätigt. Als Warnhinweis zur Risikominimieung hat die EMA in die bundesweite Fach- und Patienteninformation aufgenommen, dass in sehr seltenen Fällen spezielle Thrombosen im Zeitraum bis zu 16 Tagen nach Impfung gefunden werden.

Nach Tod von Pflegerin (55) aus Immenstadt - Wie geht es den Mitarbeitern?

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