Verstöße
Tierquäler kommen im Allgäu oft glimpflich davon

Immer wieder werden auch im Allgäu Tiere gequält, misshandelt und grob vernachlässigt – in der Region sind es laut Polizei überwiegend Rinder, Hunde, Katzen und Pferde. Ein schockierendes Beispiel: Im Unterallgäu hatte das Veterinäramt Ende 2016 tote, verletzte und extrem vernachlässigte Rinder im Stall eines Bauern im Raum Bad Grönenbach gefunden.

Das Memminger Amtsgericht verurteilte den Landwirt kürzlich zu 1050 Euro Geldstrafe und verbot ihm für ein Jahr, Nutzvieh zu halten. Die überlebenden Rinder mussten geschlachtet werden.

Die Zahl der jährlichen Verstöße gegen das Tierschutzgesetz in der Region schätzt Polizeisprecher Christian Eckel auf etwa 50 bis 70 – bei 120 bis 135 Verdachtsfällen. Die meisten angezeigten Fälle gingen aber nicht bei der Polizei, sondern beim Landratsamt ein, sagt Dr. Mareis. Die Unterallgäuer Behörde registrierte heuer zehn Strafanzeigen, vier Bußgelder, ein Zwangsgeld und zehn Anordnungen nach dem Tierschutzgesetz. Im Oberallgäu waren es (gleiche Reihenfolge) zwei, fünf, drei und 14, im Landkreis Lindau eine, zwei, null und 16. Im Ostallgäu kommt es jährlich zu zehn bis zwölf Strafanzeigen, acht bis zwölf Bußgeldverfahren, acht bis zehn Zwangsgeldern und zehn bis 20 Anordnungen.

Warum Tierquäler oft recht milde bestraft werden, wie Verstöße aufgeklärt werden, dazu eine Grafik mit den Verdachtsfällen und weitere Informationen zum Tierschutzgesetz finden Sie in der Samstagsausgabe unserer Zeitung, vom 14.10.2017.

Die Allgäuer Zeitung und ihre Heimatzeitungen erhalten Sie

Autor:

Klaus Kiesel aus Kempten

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