Kempten
Thymian, Pfefferminz und eine goldgelbe Zaubersalbe

Er hilft beim aufgeschlagenen Knie, fördert die Heilung von Schnittwunden und macht trockene Hände samtweich: der Ringelblumen-Balsam. Nicht nur die Ringelblume, sondern auch viele andere Heilpflanzen und -kräuter stellte Wildkräuterführerin Petra Le Meledo nun im Allgäu-Museum vor. Beim Kräutertag erfuhren die Kinder so nicht nur viel Wissenswertes, sondern durften auch selbst Hand anlegen und eigenen Ringelblumen-Balsam herstellen.

Kräuter erleben mit allen Sinnen - das war an diesem Februar-Vormittag angesagt. «Um der Sache auf den Grund zu gehen», war so der zehnjährige Asim gekommen. Sein Stuhlnachbar Gabriel hätte freilich lieber «als allererstes» mit dem Salbenrühren begonnen, «weil ich mehr fürs Praktische in der Küche bin», erklärte der jugendliche Hobbykoch. Trotzdem ließ er sich von Petra Le Meledo zu einem Infospiel über Heil- und Küchenkräuter überreden. Einen Korb, bis an den Rand gefüllt mit Basilikum, Lavendel, Thymian, Pfefferminze und Lindenblüten, hatte die Wildkräuterführerin mitgebracht.

Mit lebhaften Gesten beschrieb die Fachfrau die vielseitigen Wirkungen - und ihre Zuhörer glaubten gerne an das, was man in der Naturheilkunde schon seit Langem kennt: An die «positiven Wirkungen dieser Pflanzen auf die Gesundheit».

Und so war bei den Kindern endgültig der Wissensdurst geweckt: Nur zu gerne griffen sie nach den Kräutern, um daran zu riechen, Blüten und Blätter zu kosten und ihre Namen zu erraten. Ja, und damit auch die Ohren nicht zu kurz kamen, servierte die Kräuterfrau ein Märchen, das sich rund um Zauberpflänzchen und wohltuende Salben drehte. Apropos Salben - auf der Stelle wollten Viktoria, Justin, Emely und all die anderen Hobby-Kräuterköche zum Kochlöffel greifen, um am Herd ihre eigene Zaubersalbe herzustellen.

Gekleckert und gerührt

Ob diese wirklich gegen alle Wehwehchen hilft? Das wird sich zeigen. Jedenfalls wurde dafür gerührt und gekleckert, was das Zeug hielt. Nach einer guten Viertelstunde war der goldfarbene Balsam, gefertigt aus Olivenöl (mit eingelegten Ringelblumen) und geschmolzenem Bienenwachs, fertig. Am Schluss wurde er in die mitgebrachten Marmeladengläser gefüllt und der Rest auf Gesicht und Hände verteilt. Schließlich weiß ja jeder: «Schmieren und Salben hilft allenthalben.»

Der nächste Kräutertag für Kinder im Allgäu-Museum findet am 28. März statt. Anmeldungen unter (0831)2525-369.

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