Stadtrat
Teures Museumsdepot in Kempten: Wer hat das zu verantworten?

Statt der bisherigen Depotlösung soll in Ursulasried ein Neubau entstehen. Der sorgt für Diskussionen im Stadtrat.
  • Statt der bisherigen Depotlösung soll in Ursulasried ein Neubau entstehen. Der sorgt für Diskussionen im Stadtrat.
  • Foto: Ralf Lienert
  • hochgeladen von Pia Jakob

Es wurde im öffentlichen Teil von Kultur- und Bauausschuss des Stadtrats ohne Nachfragen durchgewinkt. Kritik am teuren Museumsdepot gab es dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Doch jetzt nimmt die Diskussion um ein Depot, dessen Kosten von 3, 2 Millionen Euro auf 5, 6 Millionen Euro kletterten, Fahrt auf. SPD-Stadtrat Lothar Köster wirft CSU und Freien Wählern vor, die Verteuerung mit verschuldet zu haben.

CSU-Stadtrat Erwin Hagenmaier macht dem Kulturamt Vorwürfe, seine Hausaufgaben nicht gemacht zu haben. Oberbürgermeister Thomas Kiechle weist beide Vorwürfe zurück. Die Entscheidung der Stadträte basiere auf einer vierjährigen intensiven Prüfung. Und das Kulturamt „hat hervorragende Arbeit geleistet“.

Eine Million Euro wird am Ende (bei ebenso hohen Zuschüssen) wohl beim Depotneubau in Ursulasried aus dem Stadtsäckel bezahlt werden müssen. Größe, Lagerung, Umzug sind unter anderem die Gründe für die hohen Kosten. Bei Bürgern sorgt das für Unverständnis. Auch, weil im öffentlichen Teil der Sitzungen keine einzige kritische Stimme von den Stadträten kam.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Mittwochsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Kempten, vom 08.08.2018.

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