Wald
Teuflisch gut gespielt

Als voller Erfolg erwies sich die Premiere des «Teufelslehrlings» durch das Walder Theaterensemble in der ausverkauften WaldHalla. Regisseur Hans Kalopp jun., seine Schauspielertruppe, die Technik und zahlreiche Helfer haben die Herausforderung, die das Komödienstück von Benjamin Adam mit seinen 16 Rollen und zahlreichen Szenenwechseln bedeutete, hervorragend gemeistert. Spielfreude, Schauspieler, die wie Profis auf der Bühne agierten, amüsante Regieeinfälle, perfekte Ausstattung und Masken sorgten für die unbeschwerte Unterhaltung, die sich das traditionsreiche Ensemble zum Ziel gesetzt hatte.

Höllenchef Lucifer schickt seinen Knecht Seperatius um das Jahr 1900 in das beschauliche Allgäuer Dorf Friedernach. Dort soll er, um sich für höhere Aufgaben zu qualifizieren, unter den braven Dörflern Streit schüren und sie dazu bringen, dem Teufel ein Denkmal zu bauen. Doch die vollkommene Harmonie, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Friedernacher erweist sich für den grantigen Seperatius als harte Nuss. Nicht einmal das teuflisch verdorbene Bier kann den Dorffrieden dauerhaft stören. Intrigen, Beschimpfungen und die Entlarvung menschlicher Schwächen führen nur scheinbar zu Seperatius Erfolg.

Die Inszenierung des «Teufelslehrlings» lebt von der markanten Besetzung der Rollen, und diese ist dem Walder Ensemble rundum geglückt. Höllenchef Tobias Guggemos und Karin Lengenfelder als seine Gehilfin Krevera, mit «angespaxten» Teufelshörnchen, sorgten für Horrorspaß und zarte Gänsehaut. Franz Hofer in der Hauptrolle des Seperatius agierte grandios kribbelig, zappelig und mimisch stark als tragikomischer «armer Teufel». Hans-Peter Scheuermann, als Xaver Efratsbigl, war ein Bürgermeister, wie er leibt und lebt, genau wie Johann Vogler und Petra Hofer als sorgengeplagtes Wirtsehepaar.

Wahre Komödianten

Als wahre Komödianten erwiesen sich Irene Holderied in der Rolle der Agnes Pongratz und Michael Hofer als ihr Sohn Stefan, Sabrina Hipp als Edelgard und Ralf Schmid als ihr Ehemann Markus Efratsbigl. Susanne Vogler als Bürgermeistersfrau, Großbauer Karl März, Kramerladenbesitzerin Klara Möst und Hans Kalopp sen. in der - sehr überzeugenden - Rolle des Dorfpfarrers hauchten der Dorfgemeinschaft weiteres authentisches Leben ein. Und Armin Ott als Luggi und Regisseur Hans Kalopp jun. als Paule waren ganz wunderbare Säufer.

Auch die Dorfkinder Fabian und Viola Guggemos sowie Raphael und Rebecca Kalopp spielten unbeschwert auf. Ein besonderes Highlight stellte das zauberhafte Bühnenbild für die Waldlichtung von Walter Kruschina dar. Das Publikum dankte seinem Walder Theaterensemble mit herzlichem Beifall, mit Johlen und Trampeln.

Zwei Nachspieltermine, am Freitag 17. und Samstag, 18. April, stehen bereits fest. Außerdem wird am 12., 13. und 15. April in der WaldHalla gespielt. Vorverkauf bei Christl Müller unter Telefon 08302/236 täglich von 13 bis 19 Uhr.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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