Busunfall
Teilnehmer von Reisegruppe aus Scheidegg (Westallgäu) Opfer von Busunglück in China

Bei einem Busunglück in der Nähe von Shanghai sind nach derzeitigem Informationsstand sechs Menschen gestorben. Nach Informationen der Augsburger Allgemeinen handelt es sich dabei um fünf Mitglieder einer Reisegruppe aus dem Westallgäu und den einheimischen Busfahrer. Ein Mitarbeiter des Veranstalters, des Reisebüros Ultramar Touristik Süd GmbH in Scheidegg (Landkreis Lindau), bestätigte dies auf Nachfrage. Insgesamt seien 19 Mitglieder ihrer Reisegruppe in dem Unglücks-Bus gesessen.

Die Gruppe Mediziner befand sich auf einer zehntägigen China-Kultur- und Medizinreise und war am Sonntag in Peking angekommen. Am 2. Tag der Reise, die am 9. Oktober in Shanghai enden sollte, war die Gruppe in das etwa 150 Kilometer südöstlich der Hauptstadt gelegene Tianjin aufgebrochen, wo eine Klinik für Akupunktur besichtigt werden sollte.

Mitglieder der Reisegruppe stammen aus Bayern und Baden-Württemberg

Nach Angaben des Reisebüros stammen alle 19 Mitglieder der Reisegruppe aus Bayern und Baden-Württemberg. Über den genauen Herkunftsort wollte ein Mitarbeiter bislang noch keine Auskunft geben, da noch nicht alle Angehörigen über das Unglück informiert werden konnten.

Nach Angaben der deutschen Botschaft in Peking waren 19 deutsche Mediziner sowie ein chinesischer Reiseleiter und der einheimische Fahrer an Bord des Busses. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes beastätigte augsburger-allgemeine.de lediglich, dass sich nach ersten Erkenntnissen mindestens vier Deutsche unter den Toten befänden. Mitarbeiter der Botschaft seien jedoch vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

Verletzte wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht

Wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, fuhr der Reisebus gegen 8.30 Uhr (Ortszeit) bei Tianjin auf einen Container-Lastwagen auf und fing Feuer. Der gesamte Bus geriet in Brand und wurde völlig zerstört.

Chinesische Medien berichteten, dass insgesamt 14 Verletzte im Wuqing-Volkskrankenhaus in Tianjin behandelt würden. Drei Verunglückte seien schwer verletzt. Deutsche Diplomaten sagten, die Verletzten seien auf drei Krankenhäuser verteilt worden.

Die überlebenden Verunglückten werden von Mitarbeitern der Deutschen Botschaft betreut, die aus Peking nach Tianjin gereist sind. Auch der Deutsche Botschafter in China, Michael Schäfer, ist nach Angaben des Auswärtigen Amtes inzwischen dort eingetroffen.

Bus in Flammen

Die Ursache des tödlichen Busunfalls bei Tianjin war am Montag zunächst vollkommen unklar. Fest stand zunächst nur, dass der Bus auf einen Lastwagen auffuhr, der einen Container transportierte. Der Bus fing dabei Feuer und stand rasch licherloh in Flammen.

Viele Autobahnen und Schnellstraßen in China waren aufgrund des chinesischen Nationalfeiertags am 1. Oktober überlastet. 85 Millionen Reisende fuhren bereits am Sonntagnachmittag auf Chinas Autobahnen, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Erstmals hatte die chinesische Regierung die Autobahnmaut für Privatfahrzeuge während der Feiertage ausgesetzt, was zu einem starken Verkehrsanstieg und zahlreichen Staus führte.

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