Freie Wähler
Teilnahme an Landtags- und Bundestagswahl wird unterschiedlich gesehen

Wenn Landesvorsitzender Hubert Aiwanger am Donnerstag in Kempten für eine Teilnahme der Freien Wähler an der Bundes- und Landtagswahl 2013 plädiert, wird er unter seinen Zuhörern nicht nur auf Zustimmung stoßen.

In dieser Frage geht es der Wählervereinigung im Landkreis Oberallgäu so wie fast überall in Bayern: << Da sind wir geteilter Meinung >>, weiß Kreisvorsitzender Wolfgang Hützler. Mehrheitlich gegen einen solchen Schritt sind die Kemptener Freien Wähler, sagt Zweite Bürgermeisterin Sibylle Knott.

Nie hätten sich die Freien Wähler von ihrer Basis und ihrer Gründung her als Partei gesehen, meint Wolfgang Hützler. Deshalb fürchtet er, dass bei einer Entscheidung pro Parteistatus sich viele älteren Wähler abwenden würden. Dennoch gebe die Frage << zu knabbern >>: Wenn 2013 Landtags- und Bundestagswahlen zusammentreffen, gingen die Freien Wähler im Wahlkampf um bundespolitische Themen unter. Mit diesem Argument, so Hützler, würden die Befürworter werben.

Eine Entscheidung soll durch eine Urabstimmung bei der Versammlung des Landesverband am 24. September im unterfränkischen Geiselwind fallen. Die Schwaben jedenfalls votierten mehrheitlich gegen einen Parteistatus. << Zwei Herzen schlagen auch in meiner Brust >>, gesteht der Kreisvorsitzende. Allerdings müssten sich die Freien Wähler im Fall einer Parteigründung auch erst intensiv mit bundespolitischen Themen befassen.

Ganz und gar ablehnend steht Sibylle Knott, Zweite Bürgermeisterin in Kempten, einer Parteigründung gegenüber: << Ich war schon gegen die Teilnahme an der Landtagswahl und das gilt auch für die Bundestagswahl. >> An Parteien gefällt ihr nicht, dass die Mitglieder an der Basis die Meinungen der Parteispitze verteidigen müssten.

Bei den Freien Wählern dagegen seien abweichende Ansichten möglich. << Ich lasse Aiwanger in Ruhe und sage, was ich möchte >>, bezieht sie Stellung. Die Wähler, so Knott, stimmten für die Freien ja gerade deshalb, weil diese keine Partei bildeten. Eine Urabstimmung zu dem Thema hält auch sie für richtig, weil die Frage von der Basis entschieden werden sollte. Die Kemptener Freien Wähler jedenfalls seien konsequent und auch nicht Mitglied des Landesverbands.

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