Technik erweckt Forscherdrang

Marktoberdorf | dec | Die Technik und Felix sind schuld. Beide stehen als Motivatoren ganz vorn - sagt zumindest Ulrich Neumann. Laut dem Mathematik- und Physiklehrer des Gymnasiums Marktoberdorf ist einerseits das gut ausgestattete Physiklabor der Schule dafür verantwortlich, dass sich immer mehr Schüler beim Wettbewerb 'Jugend forscht' beteiligen. Andererseits sei Felix Jankowski gut darin, seine Klassenkameraden zu motivieren.

'Bisher war immer eher die Frage, macht in dem Jahr einer mit oder nicht', sagt der Lehrer. Das sei normal, denn durchschnittlich beteilige sich etwa ein Schüler pro bayerischem Gymnasium an dem bundesweiten Wettbewerb. Jetzt aber stieg die Teilnehmerzahl am Gymnasium Marktoberdorf. Wurden 2007 drei Arbeiten eingereicht, sind es heuer bereits neun Teilnehmer und das ergibt eine der höchsten Beteiligungsquoten beim Regionalwettbewerb Voralpenland in Schongau.

Hilfreich bei Bewerbungen

'Einen wesentlichen Anteil daran hat Felix', sagt Neumann. Der junge Tüftler tritt heuer zum zweiten Mal bei 'Jugend forscht' an, und er reißt andere mit. 'Felix hat mich auf den Wettbewerb gebracht', sagt der 19-jährige Stefan Porske. Er tritt heuer erstmals an, weil es für den Schüler der K13 'die letzte Möglichkeit ist, eine Teilnahmeurkunde zu ergattern, die bei Bewerbungen hilfreich sein kann'.

Diese hat Felix bereits. Sogar einen Sonderpreis hat er abgeräumt. Das ist es jedoch nicht, was ihn zum 'Jugend forscht'-Motivator macht. 'Ich finde den Wettbewerb toll und bin ein Freund der Naturwissenschaften', sagt der 18-Jährige. Das Marktoberdorfer Gymnasium sei bekannt für seinen musischen Zweig aber es gebe auch viele Naturwissenschaftler hier. Das solle publiker werden. Deshalb hofft Felix, dass sich die rege Wettbewerbsteilnahme 'zum Selbstläufer entwickelt', wenn er nach seinem Abitur im Sommer die Schule verlässt.

Die Technik aber, der laut Neumann zweite, große Motivator, wird an der Schule weiter die Nachwuchsforscher antreiben. Das Gymnasium biete hier tolle Voraussetzungen. 'Wir haben die modernsten, didaktischen Geräte im Unterricht, die man derzeit bekommen kann', sagt Neumann und meint damit unter anderem computergestützte Messgeräte. 'Dadurch erschließen sich neue Bereiche, die vor ein paar Jahren noch undenkbar waren. Und das für alle Schüler, nicht nur für Überflieger', so der Lehrer. Können die Schüler selbstständig mit solch 'spannender Technik arbeiten, erhöht das den Motivationsgrad' - auch für eine Teilnahme bei 'Jugend forscht'.

Der Wettbewerb ist für Neumann 'eine tolle Plattform für Forschungsfreaks. Er animiert zum Forschen und bietet engagierten Schüler die Möglichkeit, ihresgleichen zu treffen.' Außerdem bekämen die Naturwissenschaften durch ihn mehr öffentliche Wertschätzung.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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