Kaufbeuren
Tausende zu Gast beim Tag der offenen Tür

Sehr groß war das Interesse am Tag der offenen Tür an den Kaufbeurer Marienschulen. Die Schlange der parkenden Autos zog sich hin bis zum Kreisel in Richtung Kemnat. Viele Fahrzeuge fanden auch auf dem Gelände des Bezirkskrankenhauses Platz, das dafür extra freie Fahrt gegeben hatte. Wie berichtet, waren die beiden Schulen für 11,4 Millionen Euro in den vergangenen drei Jahren um- und ausgebaut worden.

175. Jahrestag

«Erst müssen wir in die Turnhalle, dann zu den Physikversuchen und dann gehen wir Kaffee trinken», so lautete beispielsweise die Ansage eines Vaters an den Rest der Familie. Wer von den Tausenden von Besuchern beim Tag der offenen Tür sein Pensum absolvieren wollte, durfte den viel zitierten roten Faden nicht aus den Augen verlieren. Denn das gebotene Programm war reichhaltig und an einem Nachmittag fast nicht zu bewältigen. Zum 175. Jahrestag des Schulbetriebs, der wegen der Umbauarbeiten drei Jahre später gefeiert wurde, hatten sich die Schülerinnen und ihre Lehrer viel einfallen lassen: Die verschiedensten Unterrichtsfächer wurden lebendig dargestellt, es gab Vorführungen aus den Bereichen Physik, Chemie und Biologie, ein Gruselkabinett, einen Feldzug gegen den Schuldrachen, allerlei kulinarische Leckereien und vieles mehr.

Vom Keller bis zum dritten Stock, vom Ost- bis zum Westflügel blieb fast keine Tür verschlossen. Quirlige Schülerinnen nahmen überall ihre Verwandten und Bekannten in Empfang und führten sie an ihren «Arbeitsplatz». Reichlich Zeit nehmen für ein ausführliches Informationsgespräch oder einfach für einen gemütlichen Plausch konnten sich die Lehrer. Das nutzten viele Gäste, um das Marien-Institut als potenzielle künftige Schule für den Nachwuchs auf Herz und Nieren zu prüfen. Doch auch die Eltern tauschten sich untereinander aus und gaben sich gegenseitig Tipps.

Wachsende Schülerinnenzahlen

Ganz besonderer Andrang herrschte in den neuen Räumen des großen Schulkomplexes. Diese präsentierten Lehrer und Schülerinnen mit großem Stolz. Zu den Neu-Errungenschaften gehört auch die große Doppel-Turnhalle. Von Einsteigerklassen bis zu Abschlussschülerinnen zeigten dort diverse Gruppen ihr erarbeitetes Können bei bunten Sporteinlagen, schwungvollen Tanz-Vorführungen und einem Theater-Akt, bei dem die Darstellerinnen allerdings gegen die schlechte Akustik in der Halle anzukämpfen hatten. Daneben nahmen die Besucher Einblick in die neuen Klassenzimmer. Wegen stetig wachsender Schülerinnenzahlen hatten die Schulen sich vergrößern müssen. Auf viel Lob der Besucher stießen etwa die umfangreichen Renovierungsarbeiten, durch die der Osttrakt stark aufgewertet wurde.

Waren früher die Klassen der beiden Einrichtungen bunt im Gebäude verteilt, so hat man nun eine klare Regelung: Im Osten findet sich die Realschule, im Westen das Gymnasium.

Technische Innovationen

Die Besucher nahmen auch die technischen Innovationen in Augenschein - wie etwa die ansprechend eingerichteten PC-Räume mit moderner Beamer-Technik oder die modernisierten Versuchsräume im Chemie-, Biologie- und Physikbereich. Dass die neuen Klassenräume auf den drei Etagen des Anbaus dringend nötig waren, kann Biologie- und Chemie-Lehrer Herbert Gottstein nur bestätigen. Besonders die drei siebten Gymnasialklassen waren platztechnisch die Sorgenkinder. «Die bestehen aus jeweils bis zu 34 Schülerinnen. In den Neubauräumen können wir sie endlich gut unterbringen», so der Pädagoge.

Am Ende des erlebnisreichen Besuchs stand für so manche Grundschülerinnen fest: «Mama, Papa, hier will ich einmal hin», so die kleine Lena aus Kaufbeuren. Und die vielen Marien-Schülerinnen zeigten sich mit dem Neu- und Anbau sehr zufrieden, wie sie schon beim Festakt deutlich bekundet hatten.

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