Oberstdorf
Tagesfahrten zum «Energieplatz»

«Wir wollen Menschen ansprechen, die die Oberfläche satt haben», sagt Aki Brutscher. Er ist Chef des Naturhotels Waldesruhe direkt neben dem Oberstdorfer Energieplatz. Brutschers Ziel: Das Angebot rund um den «ersten wissenschaftlich untersuchten Energieplatz der Erde» auszubauen. In dem einstigen Investmentbanker Rolf Müller hat er tatkräftige Unterstützung gefunden. Müller kam vor zwei Monaten erstmals zum Energieplatz und schwört seitdem auf die Wirkung der Erdstrahlen, die laut dem Wissenschaftler Karl-Heinz Kerll durch kreuzende Wasseradern und Erdverwerfungen an Energieplätzen gebündelt werden sollen.

Müller hat nun zunächst einmal das Gästebuch im Hotel Waldesruhe ausgewertet, in das seit der Entdeckung des Platzes im Jahr 1994 mehr als 100 Menschen ihre dortigen Erlebnisse eingetragen haben. Er hat zudem Kontakte zu überregionalen Medien geknüpft, um den Platz über Oberstdorf hinaus publik zu machen. Und Müller hat Busunternehmen angesprochen - gut 100 Firmen hätten Interesse bekundet, Tagesausflüge zum Energieplatz ins Angebot aufzunehmen.

Derzeit, so Müller, kommen mehrere 1000 Menschen im Jahr zu dem Kraftort - die Zahl, so seine Hoffnung, könnte sich verdrei- oder vierfachen. Der Unternehmer geht davon aus, dass 20 Prozent der Tagesgäste eine derart positive Wirkung am Energieplatz spüren werden, dass sie für mehrere Tage wiederkommen. Zudem findet künftig jeden zweiten Freitag im Monat im Hotel Waldesruhe ein öffentlicher Vortrag zum Energieplatz statt.

Erster Termin: Freitag, 8. Mai, um 20 Uhr.

Feng-Shui-Skulpturen

Ein weiteres Projekt allerdings liegt derzeit auf Eis: Vor rund drei Jahren hatte Aki Brutscher erstmals im Rathaus seine Idee zu einem Energiepfad vom Oberstdorf Haus bis zum Energieplatz vorgetragen. Auf einer Strecke von rund sechs Kilometern würde Brutscher gern 18 Feng-Shui-Skulpturen aufstellen. Jede Skulptur wäre Station für eine bestimmte Übung des Qi Gong. Zeitgleich begann Brutscher, den damals optisch noch unscheinbaren Kraftort auszubauen. Er richtete nahe dem Platz, an dem der Diplom-Chemiker Kerll die stärkste Energie gemessen hatte, eine Fläche nach Feng Shui ein, baute einen Weg übers Gelände und versah es mit Informationstafeln. Ex-Bürgermeister Thomas Müller hatte einst Brutschers Idee zum Energiepfad unterstützt.

Vor rund vier Monaten habe er das Projekt auch Gemeindechef Laurent Mies vorgestellt, erklärt der Hotelier, will weitere Gespräche führen. Einen Bauantrag hat er bislang nicht eingereicht. An den Finanzen würde es laut Brutscher nicht scheitern: Eine Stiftung befinde sich in Gründung. Entsprechendes Grundkapital sei vorhanden. Auf die Gemeinde kämen keine Kosten zu. Allerdings müsste der Gemeinderat dem Projekt zustimmen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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