Fasching im Allgäu
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Fasching
Tage von Bürgermeister Johann Zeh sind gezählt

Die Tage von Bürgermeister Johann Zeh im Rathaus sind gezählt. Zumindest wenn es nach den «Lindeberger wilde Wieber» geht. Der Haufen närrischer Frauen will am Gumpigen Donnerstag, 3. März, das Rathaus stürmen. Mit angeführt werden sie von der Kulturreferentin Hanni Windhaber. «Es ist niemand wilder als die Lindeberger wilde Wieber», kündigt sie einen Sturm auf den Amtssitz an.

Bürgermeister Johann Zeh hatte es im Fasching bislang vergleichsweise einfach. Das Stadtoberhaupt musste sich nur des Ansturms der Buben und Mädchen des Nikolauskindergartens erwehren. Diesmal wird es ernst. Erst war es eine Handvoll Frauen, die die Machtübernahme planten, jetzt werden es fast täglich mehr, schildert Windhaber. Mittlerweile wollen zwei Dutzend wilde Wieber - zwischen 18 und 80 - den Rathauschef aus seinen Amtsgemächern zerren. Weitere Verstärkung ist willkommen, rechnen die närrischen Weiber doch mit Widerstand der ganzen Verwaltungsspitze. «Wir werden dem Bürgermeister zur Seite stehen», verspricht Hauptamtsleiter Roland Kappel. «20 Minuten Widerstand» traut Hanni Windhaber der Männerriege durchaus zu.

Üblich ist es, das Stadtoberhaupt nach erfolgreichem Rathaussturm an einen Narrenbaum zu fesseln. So etwas hat es bislang in Lindenberg nicht gegeben. Die «wilde Wieber» werden sich aber etwas Entsprechendes einfallen lassen. «Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut», sagt Hanni Windhaber, ohne Details nennen zu wollen. Die Kulturreferentin hofft, dass der Rathaussturm auf großes Interesse der Lindenberger stößt und hat dafür mit ihren Mitstreiterinnen und -streiten - dazu gehört auch das Citymanagement - ein Fest auf dem Stadtplatz organisiert. So will die Harmonie des TSZ für «fetzige Musik» sorgen, der Geschichts- und Museumsverein bewirtet Besucher.

Die «wilden Wieber» sehen ihre Veranstaltung nicht als Konkurrenz zu den Rathausstürmen in Nachbargemeinden, sprich vor allem Scheidegg, wo die Machtübernahme der Narren eine lange Tradition hat. Deshalb wurde der Rathaussturm in Lindenberg bewusst auf den späten Nachmittag gelegt.

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