Tag des offenen Denkmals
Tag des offenen Denkmals in Kempten

4Bilder

Waltraud Schmuck aus Kempten ist jedes Jahr beim Tag des offenen Denkmals dabei. Denn bei dieser Gelegenheit könne man manches sehen, was man sonst nicht zu sehen bekäme. Ihr Neffe Andi Rimac fand: Man kann auch viel lernen.

Gestern beispielsweise, beim Tag des offenen Denkmals unter dem Motto << Leben der Kemptener im 19. Jahrhundert >> gab es viel Interessantes über den Umbau der Stadt. Stadtpark, Burghalde, Wiederentdeckung der Römerstadt waren unter anderem die Themen, Führungen und Ausstellungen lockten zahlreiche Besucher.

So auch bei der Führung << Kemptens Altstadt im 19. Jahrhundert >> mit Historikerin Birgit Kata und Heimatpflegerin Ingrid Müller. << Tief greifende Veränderungen >> habe es da laut Kata bereits im 19.Jahrhundert in Kempten gegeben. Erster << Sündenfall >>: Der Abbruch der Stadtbefestigung ab 1808. Zwar hätten sich die Bürger heftig zur Wehr gesetzt, doch ohne Erfolg.

Garniert mit Geschichten rund um die Bauwerke erzählte Kata vom ehemaligen Klostertor an der Klostersteige, der Schwaigwiese oder dem Rieggerturm am Lyzeum, einem der heute unbekanntesten Türme, der einst als Geschützbastion diente. Das größte erhaltene Stück Stadtmauer in der Zwingerstaße fand besonderes Interesse, kleine Gedenktafeln wie << Haus Däblesweber >> (Teppichweber) fielen manchem erstmals auf. Aufmerksam hörte man zu, als Kata erklärte, wie viele Stadtmauerreste es noch - integriert in Häuser - gebe.

Interessiert betrachtete man die Fotos von früher - beispielsweise das Gründerhaus an der Stelle des heutigen Zentralhauses. Nicht an dieser Stelle wie heute sollte eigentlich auch das Waisentor stehen, das - 1989 wieder errichtet - eigentlich als Durchfahrtstor auf die Straße gehöre. Aufmerksam lauschten die Zuhörer auch der Geschichte der St.-Anna-Kloster-Schwestern auf dem Suttgelände. Die katholischen Ordensfrauen wurden nach der Reformation von evangelischer Seite aufgefordert: Konvertieren und heiraten oder die Stadt verlassen - und entschieden sich (vermutlich wegen der << wüsten Kandidaten >>) für Letzteres.

Solche Geschichten rund um die historischen Bauten erheiterten die Besucher - und viele waren mit Waltraud Schmuck der Meinung, wie lohnend doch diese nicht alltäglichen geschichtlichen Einblicke seien.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen