Suche mit Fingerscanner

Pfronten | kep | Gesuchter Verbrecher oder harmloser Grenzgänger? Diese Frage kann die Pfrontener Schleierfahndung seit rund einem Jahr innerhalb weniger Minuten mithilfe modernster Technik beantworten. Bei ihren täglichen Kontrollen nahe der Landesgrenze zu Österreich, auf Europa- und Bundesstraßen oder in Zügen und Bahnhöfen im Grenzgebiet haben die Beamten - zumindest einige Monate im Jahr - die Möglichkeit, einen so genannten Fingerscanner einzusetzen. Das Gerät wird bisher zur Probe im Wechsel mit den Beamten in Lindau eingesetzt.

'Wenn wir bei einer allgemeinen Kontrolle an den Identitätspapieren einer Person Zweifel haben, dann setzen wir das Gerät ein', sagt Sigmund Gast, Leiter der Schleierfahndung Pfronten. Um den Verdacht, einen möglichen Straftäter erwischt zu haben, 'hieb- und stichfest abzuklären', so Gast, werde dann vor Ort ein Fingerabdruck des Betreffenden genommen. Und zwar mithilfe eines elektronischen Scanners, der an einen tragbaren Computer-Laptop angeschlossen ist.

Daten dienen nur zum Abgleich

'Innerhalb weniger Minuten steht dann fest, ob dieser Abdruck bereits beim Bundeskriminalamt erfasst ist', erklärt der Leiter der Schleierfahndung. Ist das der Fall, überprüfen die Beamten, ob und welche genaueren Unterlagen über den bereits bekannten Straftäter vorliegen. Bestätige sich der Anfangsverdacht nicht, werden die Daten laut Gast sofort gelöscht: 'Die Abdrücke werden nicht gespeichert, sondern dienen lediglich zum Abgleich.' Von welchem Finger ein Abdruck genommen werde, spiele keine Rolle. 'In der Regel nehmen wir aber gleich zwei', so der Fahndungsleiter.

Um in Zukunft jederzeit auf diese moderne - und laut Gast 'schon oft' erfolgreiche - Technik zurückgreifen zu können, werde das Gerät zurzeit flächendeckend angeschafft.

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