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Studieninteressierte informieren sich bei 15. Hochschulmesse in Kempten

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Sie durften gestern nach Herzenslust wettnageln. Und sie sollten auch im übertragenen Sinne festgenagelt werden: die jungen Menschen, die gestern die 15. Allgäuer Hochschulmesse in Kempten besucht haben. Denn sowohl die Wissensschmiede als auch die Unternehmen sind viel mehr als früher auf der Suche nach Studenten beziehungsweise gut ausgebildeten Akademikern.

Etwa 5.200 Studierende lernen derzeit an der Hochschule Kempten in 21 Bachelor- und Masterstudiengängen. Die Zahl der Studenten ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, wie Hochschul-Präsident Professor Dr. Robert F. Schmidt bei seiner Begrüßung sagte. Große Steigerungen werde es in den kommenden Jahren aber kaum noch geben, weil einfach immer weniger junge Menschen in diesem Land leben.

Deshalb strengt sich die Hochschule sehr an, ihr Bildungsangebot attraktiv zu 'verkaufen'. Zum Beispiel über das eigene Forschungszentrum, das gestern die Besucher zum Mitmachen einlud. 'Festnageln' stand auf einem Plakat - und das war durchaus doppeldeutig gemeint. Zum einen sollte das Motto die Besucher animieren, bei einem Wettnageln mitzumachen.

Der schnellste Teilnehmer, der drei Nägel in einem Balken versenkte, durfte sich über ein kostenloses Hotelwochenende freuen. Zum anderen sollen mit solchen spielerischen Aktionen durchaus auch junge Menschen an der Hochschule festgenagelt werden, wie Charlotte Wallin vom Forschungszentrum schmunzelnd erklärte.

110 Firmen vorwiegend aus dem Großraum Allgäu nutzten gestern die Gelegenheit, sich und ihre Arbeitsmöglichkeiten für Hochschulabsolventen vorzustellen. Die Unternehmen brauchen mehr den je Fachkräfte. Bisher gelang es der Hochschule Kempten, einen Großteil dieser Nachfrage zu befriedigen. 'Die Absolventen prägen unsere Wirtschaft', sagte Kemptens Zweiter Bürgermeister Josef Mayr, weil hier die Ausbildung stets an den Bedürfnissen der Unternehmen orientiert sei.

Die Wirtschaft in Memmingen und im Unterallgäu sei entschieden dafür, den Hochschulstandort Kempten zu stärken, versicherte Gerhard Pfeifer, Vize-Pärsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben. Aus dem Munde des Memminger Unternehmers klang dies ungewöhnlich, weil doch von Seiten der Politik immer mal wieder der Ruf nach einem Hochschulableger in Memmingen (oder auch Kaufbeuren) kommt. 'Aber wir brauchen Klasse statt Masse', meinte Pfeifer.

Markus Raffler, stellvertretender Redaktionsleiter der Allgäuer Zeitung, wies auf die 'Strahlkraft der Hochschule weit über das Allgäu hinaus' hin. Deshalb werde die Berichterstattung über den Campus deutlich erweitert. Gestern gab es dazu die Premiere einer Hochschulseite. Solche Seiten sollen nun regelmäßig erscheinen.

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