Medizin
Studie belegt hohe Suizidrate im Allgäu - Bei Hinweis auf Selbsttötung sofort reagieren

Im Allgäu gibt es erheblich mehr Selbsttötungen als im Bundesdurchschnitt. Das belegt eine Studie, die Professor Peter Brieger, Ärztlicher Direktor der Bezirksklinik Kempten, bei einer Fachtagung zum Thema Suizid in Memmingen vorstellte. Warum die Suizidrate in der Region aber höher ist, konnte Brieger nicht sagen.

Grundlage der Studie sind alle 626 Suizidakten des Landgerichtsbezirks Kempten (also des ganzen Allgäus außer dem Bereich Memmingen/Unterallgäu) der Jahre 2002 bis 2009. "Damit sind alle Selbsttötungen in dem betreffenden Gebiet erfasst, die Daten haben Anspruch auf Vollständigkeit", sagte Brieger, der die Analyse mit einer Gruppe von Wissenschaftlern vornahm.

Immer wieder werde Kempten als Stadt mit einer besonders hohen Suizidrate genannt. "Dies lässt sich nach Auswertung unserer Daten bestätigen", sagte Brieger. Sie liege (gerundet) bei 18 und damit deutlich über dem Wert Deutschlands (12,5 Selbsttötungen pro Jahr je 100 000 Einwohner). Genauso hoch sei sie übrigens auch in Kaufbeuren.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Freitagsausgabe der Allgäuer Zeitung vom 26.06.2015.

Die Allgäuer Zeitung erhalten Sie im ganzen Allgäu

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ