Kempten
Streusalz nur dann, wenn es die Umstände erfordern

Der Winterdienst bleibt hartnäckig Thema, solange Schnee vom Himmel rieselt. Auch die Stadträte befassen sich intensiv mit dem Räumen und Streuen. So hatte Michael Hofer eine Anfrage gestellt, nach welchen Vorgaben Salz im Stadtgebiet gestreut wird und wie hoch heuer bisher die Kosten fürs Schneeräumen sind. Im Stadtrat gab Baureferentin Monika Beltinger Antworten.

Auslöser der Anfrage war Kritik von Helmuth Hüttl in einem Leserbrief. Der ehemalige Bauhofleiter hatte unterstellt, dass im Stadtgebiet ohne Not Streusalz auf sämtlichen Straßen ausgebracht werde.

Dem ist nicht so, sagte Beltinger: «Das Hauptaugenmerk liegt auf Steigungen, Knotenpunkten und Hauptverkehrsstraßen.» Dort werde auch mit Salz dafür gesorgt, dass möglichst keine Behinderungen auftreten. Auf untergeordneten Straßen werde nur dann Salz ausgebracht, wenn Glätte zu befürchten ist - also wenn die Temperaturen um den Gefrierpunkt schwanken. «Die Mitarbeiter müssen das jeweils vor Ort entscheiden. Dazu werden sie regelmäßig geschult, um auf die entsprechenden Situationen reagieren zu können», erklärte Beltinger.

Mit moderner Feuchtsalztechnik, bei der dem Salz flüssige Sole zugegeben wird, sei es gelungen, einiges an Salz einzusparen. 150 Tonnen Salz (Stand Freitag) lagerten noch im Bauhof, Anfang März werde wieder eine Lieferung erwartet. «Aus unserer Sicht ist noch alles in Ordnung», meinte Beltinger. Dies gelte auch für die Kosten: 800000 Euro sind im Haushalt vorgesehen, 310000 seien bisher verbraucht, wobei noch nicht alle externen Leistungen abgerechnet seien. Das Geld müsse freilich auch noch November/Dezember 2010 reichen.

Permanente Gratwanderung

«Insgesamt bleibt der Winterdienst eine Gratwanderung zwischen Verkehrssicherheit, Anspruchsdenken der Bürger und Umweltschutz», resümierte die Baureferentin. Und an manchen Stellen stoße man eben auch an Grenzen. Den Fußweg am Wettmansberger Weg schaffe das sonst übliche Kleinräumgerät einfach nicht mehr, erläuterte sie auf Anfrage von Stadträtin Claudia Dress. Aber wenn denn einmal die Männer auf den Fräsen in wieder Land sähen, würden sie sich auch wieder den Außenbereichen widmen. (se)

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