Dissonanzen
Streit um Wirtschaftsentwicklung in Kempten und dem Oberallgäuer Umland

Das Selbstbewusstsein von Dietmannsried wie das anderer Umlandgemeinden im Dunstkreis der großen Stadt Kempten ist inzwischen bei der Frage der Wirtschaftsentwicklung groß.
  • Das Selbstbewusstsein von Dietmannsried wie das anderer Umlandgemeinden im Dunstkreis der großen Stadt Kempten ist inzwischen bei der Frage der Wirtschaftsentwicklung groß.
  • Foto: Matthias Becker
  • hochgeladen von Camilla Schulz

Kempten bekommt in puncto wirtschaftliche Entwicklung weiterhin das immer größere Selbstbewusstsein der Oberallgäuer Landgemeinden zu spüren. Oberbürgermeister Thomas Kiechle wollte Unstimmigkeiten wegen der Abwanderung mehrerer Unternehmen nach Dietmannsried ausräumen und lud zu einem Stadt-Umland-Gespräch ein. Der Vorschlag seines Wirtschaftsreferenten, künftig Firmenansiedlungen mit einem gemeinsamen regionalen Einzelhandelskonzept abzusprechen, kam allerdings nicht gut an: „Das können die schon machen“, sagt der Oberallgäuer Landrat Anton Klotz. „Das kann aber nicht heißen, Kempten kriegt alles und das Umland nichts. Es ist keine Art und Weise, wie die Stadt mit dem Umland umgeht.“

Der Auslöser der Dissonanzen: Die Stadt hatte mit einer Klage gedroht, nachdem der Sport- und Outdoor-Ausrüster Exxpozed einen großen Laden im Dietmannsrieder Gewerbegebiet neben der Autobahn eröffnet hatte. In Kempten hatte das Unternehmen keine Fläche gefunden, um neu und größer zu bauen. Dennoch pochte Kempten darauf, dass ein Einzelhändler dieser Größe nicht aus einem sogenannten Oberzentrum ins Umland wegziehen dürfe.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Mittwochsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Kempten, vom 31.07.2019.

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