20-Millionen-Etat
Straßenbau: Heuer wird vor allem ausgebessert

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Das Mammutprojekt B19 neu ist seit vergangenem Herbst fertig. Jetzt will das Staatliche Bauamt in Kempten zunächst wieder den Zustand der 1200 Kilometer Allgäuer Bundes- und Staatsstraßen sowie der Lindauer Kreisstraßen in seinem Zuständigkeitsbereich verbessern beziehungsweise erhalten.

Großprojekte stehen heuer laut Bauamtsleiter Bruno Fischle nicht an. «Aber langweilig wird uns trotzdem nicht. Auch mit den kleinen Maßnahmen (die wichtigsten siehe Infokasten) haben wir viel Arbeit», sagt er.

2,5 Prozent mehr als 2010

32 Millionen Euro umfasst sein Gesamthaushalt in diesem Jahr. Zwölf Millionen davon fließen in den Straßenbetriebsdienst, zum Beispiel für Löhne. 20 Millionen Euro und damit 500000 Euro oder 2,5 Prozent mehr als 2010 kann er in den Straßenbau stecken. In erster Linie wird heuer für 10,1 Millionen Euro in den Erhalt von Straßendecken und Brücken investiert. Für Um- und Ausbaumaßnahmen - zum Beispiel Abbiegespuren - hat Fischle 8,9 Millionen Euro veranschlagt und für den Bau von Geh- und Radwegen 1,1 Millionen Euro.

Das meiste Geld - nämlich 11,9 Millionen Euro - wird für die Bundesstraßen im Allgäu verwendet. Im Vorjahr wurden hier 11,6 Millionen Euro investiert. Zur Verbesserung der Staatsstraßen nimmt Fischle 6,7 Millionen Euro in die Hand (2010: 6,5 Millionen), für die Kreisstraßen im Kreis Lindau 1,5 Millionen und damit etwa so viel wie im Vorjahr.

Insgesamt hat Fischle durch den Wegfall des Großprojektes B19 neu heuer weniger Geld zur Verfügung als in den Vorjahren (wir berichteten). In Zahlen heißt das: 2009 bekam das Bauamt noch 40 Millionen Euro, 2010 waren es 33 Millionen. «2009 war durch das Konjukturprogramm und die Fertigstellung der B19 ein Rekordjahr», sagt Fischle. In der Folge sei Sparen angesagt, weil Bundes- und Staatsregierung die Neuverschuldung reduzieren beziehungsweise auf null zurückfahren wollen.

Der Spielraum für große, neue Projekte sei daher klein.

Als nächste Baumaßnahme in dieser Kategorie sieht Fischle die Ortsumfahrung Marktoberdorf für rund 25 Millionen Euro. Für dieses Projekt gebe es seit kurzem einen Planfeststellungsbeschluss, also quasi eine Baugenehmigung. Allerdings laufe noch bis Ende Mai die Klagefrist. «Mir ist aber bisher nicht bekannt, dass Klagen eingegangen wären», sagt Fischle. Bleibt es dabei, fehlt eigentlich nur noch das Geld. Der Bauamtsleiter würde nach seiner Aussage gerne in zwei bis drei Jahren mit der Umfahrung beginnen. Ob das jedoch realistisch ist, kann er nicht sagen. «Im Moment liegt für etliche Maßnahmen in Bayern Baurecht vor. Aber oft fehlt das Geld und deshalb kann sich jeder nur in die Warteschlange einreihen», erklärt er die aktuelle Lage.

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