St.Mang-Platz
St.Mang-Platz: Bürger diskutieren nach der Neugestaltung mit der Verwaltung

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«Es gibt keine fundamentale Ablehnung - nur einige Kritikpunkte.» Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer brachte nach einem zweistündigen Ortstermin am St. Mang-Platz das Ergebnis auf den Punkt. In Gesprächen und Workshops habe die Stadt die Meinungen der Anwohner abgefragt - und sie in die Planungen integriert: «Wir haben die Gestaltung so umgesetzt, wie wir sie mit den Bürgern entwickelt haben.» Manche, die sich jetzt beim Ortstermin kritisch äußerten, seien seinerzeit wohl nicht dabei gewesen oder hätten ihre Meinung geändert, formulierte es Netzer in der Runde der etwa 60 Interessierten.

Die Diskussion drehte sich um mehrere Kritikpunkte:

<< Auf dem Platz ist es zu heiß. Es fehlt Grün. >>

Dazu Baurefertin Monika Beltinger: << Wegen der Erasmus-Kapelle mussten wir auf die zweite Baumreihe am Bouleplatz verzichten. >> Auch müsse man den gepflanzten Bäumen Zeit zum Wachsen geben. Vorstellbar seien zwei weitere Bäume parallel zum Pfarrhaus. Zwei aufgestellte Hainbuchen-Töpfe sollen eine Vorstellung davon geben, wie zwei weitere Bäume wirken könnten. Die zusätzlichen Bäume befürwortete auch Hans-Christoph Bodenstab als Sprecher des Kirchenvorstands der evangelischen St. Mang-Gemeinde.

Laut Beltinger wird der Platz jetzt << kontinuierlich von der Stadtgärtnerei bepflanzt. >> Eine Baumreihe entlang der Straße lehnte sie ab.

<< Die Bänke sind unbequem, weil zu hoch. <<

Die Bänke sind laut Beltinger bewusst unterschiedlich konzipiert, was auch mit dem Seniorenbeirat abgesprochen worden sei. Dieses Gremium hatte eingebracht, dass ältere Menschen höher sitzen wollen. << Zudem sind die Menschen unterschiedlich groß, dem wollten wir gerecht werden, >> meinte Beltinger weiter.

<< Der Belag ist zu spitz. >>

Der << spitze >> Belag fand bei der Diskussion Anhänger und Gegner. Gerade in Hinblick auf die Kinder meinten mehrere: << Es vergeht kein Tag, an dem sich nicht ein Kind verletzt >>, so Bernhard Kunze. Ali Aria (6 Jahre alt) fand es << gemein >>, dass er auf dem Platz nicht spielen kann. Doch als Spielplatz, so Beltinger, sei der Platz nicht gedacht.

Auch könne man den Belag nicht so einfach austauschen, erläuterte die Baureferentin. In Schaffhausen, wo man diese Oberfläche begutachtet hatte, habe es keine Probleme gegeben. Das Fazit der Verwaltung: Der Belag ist nicht veränderbar. Mit der Zeit ergebe sich jedoch ein gewisser Abrieb.

<< Der Abgang der Erasmuskapelle ist eine Gefahrenquelle. >>

Oberbürgermeister Netzer: << Es steht dort der Hinweis, Betreten verboten. >> Eine Anwohnerin zog einen Vergleich: << Dann ist auch der Brunnen gefährlich, auf dem seit 100 Jahren die Kinder herumturnen. >>

<< Der Platz muss belebt werden. >>

Der Mesner der Kirche, Heinz Heubeck, regte Konzerte und Malaktionen an. Ein anderer Bürger schlug eine Skulpturenausstellung vor, ein dritter hatte die Idee, den Bauernmarkt oder auch den Töpfermarkt zu verlegen.

Netzer appellierte an die Bürger, selbst aktiv zu werden. Die Stadt werde, wo immer sie könne, unterstützen. Dietmar Markmiller von den Altstadtfreunden meinte: << Der Platz braucht auch Zeit zur Entwicklung. >>

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