Allgäu
Stimmen von besonderer Qualität

Kaufbeuren Solches erlebt das 204 Jahre alte Stadttheater von Kaufbeuren - laut Oberbürgermeister Stefan Bosse - selten: Jeder der 260 Plätze war besetzt, als die Dr.-Dazert-Stiftung zwei großartige Allgäuer Sänger auszeichnete. Gertrud Hiemer-Haslach aus Altusried und Johannes Mooser aus Altdorf/Ostallgäu erhielten die mit je 2500 Euro dotierten Kunst-Förderpreise der in Kempten ansässigen und eng mit unserem Zeitungshaus verbundenen Stiftung.

Vielleicht resultierte der große Andrang an diesem Abend aus der Tatsache, dass es nicht nur Grußworte und Ansprachen gab, sondern die beiden Geehrten sowie zwei weitere herausragende Allgäuer Musiker ein Konzert gaben. Neben Hiemer-Haslach und Mooser trat auch der Trompeter (und Preisträger-Ehemann) Matthias Haslach auf. Sie alle wurden begleitet vom Kaufbeurer Pianist Ingmar Schwindt, der zudem zwei stark beklatschte solistische Einlagen gab.

Als Lobredner gewann das Stifter-Ehepaar Dr. Gisela und Dr. Fanz Josef Dazert einen hochkrätigen Musik-Mann: Dr. Thomas Goppel, derzeit Präsident des Bayerischen Musikrates und bis vor einem Jahr bayerischer Kunstminister.

Er lobte zunächst Stiftung und Stifter: «Solch ein außergewöhnliches Engagement verdient Beifall», sagte Goppel - und prompt setzte starker Applaus für das Ehepaar Dazert ein.

Der 35-jährigen Sopranistin Hiemer-Haslach attestierte Goppel eine «Stimme von besonderer Qualität» und hob ihre enorme musikalische Bandbreite hervor. Die weit über das Allgäu hinaus bekannte Konzert- und Oratoriensängerin engagiere sich zudem in Ensembles und als Leiterin von Chören.

Den erst 23-jährigen Bariton Mooser bezeichnete Goppel als ein großes Talent, das schon viel Können besitze. «Mir ist nicht bange um den Nachwuchs», meinte er.

Bei der Übergabe der Urkunden erinnerte Stifter Dazert daran, dass Können nicht vom Himmel falle. Vielmehr sei viel Mühe, Einsatz, Ausdauer nötig, um so gut zu werden, wie die beiden Ausgezeichneten. «Es hat sich gelohnt!», sagte Dazert.

Davon konnten sich die 260 zuhörer in einem einstündigen Konzert überzeugen, das Georg Ried moderierte. Begleitet von dem souveränen und einfühlsamen Ingmar Schwindt am Klavier, unternahmen Hiemer-Haslach und Mooser mit etlichen Arien und zwei Duetten einen Streifzug durch die Musikgeschichte (Händel, Haydn, Mozart, Schubert, Brahms ) . Dabei wurde deutlich: Beide vermögen die Zuhörer mit ihren Stimmen (einem kraftvollen Sopran und einem sanften Bariton) nicht nur zu faszinieren. Sie berühren auch mit einer sehr intensiven Ausgestaltung der Texte.

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