Stimmen bündeln für die Gesamtumgehung

Marktoberdorf | id | Voll besetzt war der Sailersaal bei der Veranstaltung der Initiative Pro Gesamtumgehung. Ihr Sprecher Armin Martin warb an diesem Abend um Unterstützung für die Durchführung der Gesamtumgehung von Marktoberdorf. Denn eine Einzellösung werde es für Bertoldshofen nicht geben. Eher, so Martin, sterbe das Gesamtprojekt. Mit dem Beispiel Nesselwang warb er um Unterstützung der sogenannten Amtstrasse, um Bertoldshofen und die Innenstadt vom Durchgangsverkehr zu befreien.

Aufgrund der erneut aufgeflammten Diskussion um die Umgehungstrasse für Bertoldshofen habe sich am vergangenen Dienstag spontan die Initiative Pro Gesamtumgehung gebildet, führte Armin Martin aus. Er stellte sich und und seine Mitstreiter und -betroffenen aus Marktoberdorf, Ernst Höfler, Jörg Mayer, Paul Lyschik und Leo Hindelang, vor. Mittels einer Powerpoint-Repräsentation ging er auf die einzelnen in den vergangenen Jahren erwogenen und wieder verworfenen Trassenführungen ein, einschließlich der inzwischen von den Behörden und dem Straßenbauamt favorisierten Trasse.

Aus dem Leserbrief des MdB Kurt Rossmanith gehe hervor, dass diese Behördenvariante im Juli 2003 bereits beschlossen worden sei. Das Projekt könne somit ins Planfeststellungsverfahren gehen, in dem jedoch jeder betroffene Bürger nochmals seine Bedenken äußern könne.

Martin ging auch auf die gegen die Bertoldshofener Umfahrung neugegründete Interessengemeinschaft ein und zeigte klar auf, dass es seines Erachtens keine Einzellösung für den Ortsteil geben werde, sondern nur eine Gesamtlösung mit Marktoberdorf. Eher werde das Straßenbauamt das ganze Projekt fallen lassen.

'Bedenken werden ernst genommen'

Bürgermeister Werner Himmer stellte klar, dass im Juli 2003 nicht der Plan beschlossen worden sei. Vielmehr sei die Gesamtumfahrung in den vordringlichen Bedarfsplan aufgenommen worden. Himmer ging nochmals kurz auf den Werde- und Fortgang der Planung ein. Wenn nicht zu viele Einwände gegen die Trasse erhoben werden, könne das Planfeststellungsverfahren innerhalb eines Jahres über die Bühne gehen. Die neuerlichen Bedenken der Bertoldshofener würden ernst genommen. Es sei zugesagt, nochmals mit den Grundeigentümern und der Interessengemeinschaft zu diskutieren.

Wenn zahlreiche Bürger für die geplante Gesamtumgehung unterschreiben würden, würde dies sicher die Amtstrasse noch untermauern, meinte er. Stadtbaumeister Peter Münsch erläuterte das Planfeststellungsverfahren, während Bürgermeisterkandidat Wolfgang Hannig mitteilte, dass er vom Straßenbauamt Kempten die klare Aussage habe, dass bei zuviel Widerstand gegen die Trasse eben woanders gebaut werde.

Martin bat die anwesenden Gegner der Amtstrasse um Verständnis, dass an diesem Abend keine Diskussion über Trassenvarianten zugelassen werde. Denn wie er eingangs gesagt habe, sei Inhalt der Veranstaltung, Unterstützer für die geplante Trasse zu finden, damit diese so schnell wie möglich verwirklicht werde. Zum Schluss konnten sich die Anwesenden in Unterstützungslisten eintragen.

Unterstützungslisten liegen ab sofort auch in der Sparkasse Allgäu und im Textilgeschäft Beranek zur Unterschrift auf.

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