Kempten
Steuern brechen weg, Geld reicht nur noch für die Pflicht

2Bilder

Einen Vorgeschmack auf knifflige Haushaltsberatungen im Herbst gab es am Montagabend im Finanzausschuss (wir berichteten). Die Einnahmen aus den Steuertöpfen gehen massiv zurück. Vor 2012 sehen die Fachleute keine Wende. Also muss gespart werden. Es gehe darum, nur noch das absolut Notwendige anzupacken, hieß es. Verschiedene Projekte wurden gleich auf die Zeit nach 2010 verschoben.

Die Sanierung von Schleienweiher und Lorenzstraße in der Stiftsstadt ist ein Beispiel, erläuterte Kämmerer Kai Welzig. Rund 400000 Euro sind dafür veranschlagt. Auch die 200000 Euro für ein Stadtteilzentrum im Rahmen der Sozialen Stadt landeten erst einmal auf der langen Bank. Insgesamt wurden 2,1 Millionen Euro aus den Ausgabenlisten der Ämter gekürzt, rechnete Welzig vor.

Die Verwaltung habe nahezu jeden Posten auf den Prüfstand gehoben - und gestrichen, wenn er nicht erforderlich sei. «Da waren auch kleine Beträge dabei, aber alles zusammen läppert es sich eben doch», sagte der Kämmerer. Die vorgeschlagene Streichliste des Tiefbauamts wird indes nicht komplett umgesetzt.

Den Umbau der Wiggensbacher Straße sowie die Fertigstellung der Erschließung Oberm Stadtweiher wollten die meisten Ausschussmitglieder lieber noch heuer über die Bühne bekommen. «Da stehen wir schwer im Wort, da geht es um die Sicherheit von Kindern», meinte Erwin Hagenmaier. Auch die Reparatur des Adelharzer Wegs, für die sich vor allem Helmut Hitscherich stark machte, sowie die Sanierung der südlichen Rottachbrücke wurde im Maßnahmenkatalog belassen.

Eine BMX-Bahn im Engelhaldepark und die dazugehörige Sanierung der Parkplätze seien dagegen derzeit nicht dringlich, waren sich die meisten Räte einig. 125000 Euro wären dafür fällig gewesen. Eingespart werden bis auf weiteres auch die 60000 Euro für den Ausbau der Treppenanlage am Göhlenbach und die Planung für den Ausbau der Miesenbacher Straße.

Großprojekte neu überdenken

Die gesamte Finanzplanung der Stadt sei neu zu überdenken, meinten mehrere Räte. Und wenn die Kassen leer sind, müsse auch über Großprojekte neu geredet werden. Eine Tiefgarage unter dem Hildegardplatz oder eine Nordspange sind für Grüne und UB/ÖDP erst recht fragwürdig, wenn an allen Ecken und Enden gespart werden muss. Beide Vorhaben kommen allerdings nicht im Haushalt 2009 zum Tragen.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen