Konzert
Steingaden steht zum Liederkranz

Wie sehr die Steingadener hinter ihrem Liederkranz stehen, wurde beim Jubiläumskonzert zum Abschluss des Festjahrs zum 90-jährigen Bestehen deutlich. Die Turnhalle der Mittelschule reichte gerade aus für das Publikum, in den vordersten Reihen Wies-Pfarrer Georg Kirchmeir, Bürgermeister Xaver Wörle, Vertreter der Bürgerstiftung und benachbarter Chöre.

Der traditionsreiche Chor hatte sich viel einfallen lassen, um einen ebenso unterhaltsamen wie informativen Abend zu gestalten. Die 38 Sänger brachten Liedsätze, die aus dem Repertoire der Männerchöre nicht wegzudenken sind, wie «Am Brunnen vor dem Tore», oder den schönen Satz «Erlaube mir, feins Mädchen». Sehr gut kamen auch die Mundartlieder an, der boarische Postillion mit dem Trompetensolo und der getragene Jodler, der Steirer Dreier. Den verstorbenen Sängerkameraden war ein Gedenken gewidmet und auch das Jubiläumslied erklang. Immer wieder werden neue Melodien erarbeitet, so wie das wunderschön fließende «Weit, weit weg» von Hubert von Goisern und das wehmütige «Doswidanja - auf Wiedersehn».

Vorsitzender August Sieber hatte Interessantes, Lustiges und Nachdenkliches aus der Chronik der 90 Jahre Liederkranz herausgesucht und die Bilder auf der Leinwand dazu ließen viele Begebenheiten aufleben. Das Publikum staunte: Als Anton Sattler, der spätere Leiter der Obermmergauer Passionsmusik, 1920 den Chor gründete, war er so erfolgreich, dass nur Männer mit «Gesangsausbildung» dabei sein durften. Seit den 1970-er Jahren gestaltet der Chor die kulturellen und kirchlichen Ereignisse im Ort mit, knüpfte Chorfreundschaften, und beteiligt sich rege an Chöretreffen.

«Das Singen ist im Aufwind»: Jürgen Schwarz, Vizepräsident und geschäftsführender Vorstand des Chorverbands Bayerisch Schwaben, kam soeben von einer Tagung im Bayerischen Kultusministerium zur Chorförderung in den Schulen. Er konnte mitteilen, dass das Singen wieder mehr zum Tragen kommt, der Stellenwert als Grundbestandteil der Bildung steigt.

So durfte auch das gemeinsame Singen nicht fehlen. Der zweite Teil des Konzerts gehörte fröhlichen, alpenländischen Liedern, zusammen mit der Steingadener Tanzlmusik und schließlich hieß es «Leutl müaßts lustig sein». Die Zuhörer waren zum Mitsingen eingeladen und da klappte der Refrain schon recht gut.

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