Marktoberdorf
Steigende Tendenz

Eine «erfreuliche Bilanz» legte Kulturamtsleiter Rupert Filser den Stadträten im Kulturausschuss vor. Die Zahl der verkauften Eintrittskarten für das städtische Kulturprogramm im Modeon stieg von 5867 (Saison 2008/09) auf 6093 in der nun beendeten Saison. Fortgesetzt hat sich dabei der Trend, sich kurzfristig für den Besuch eines Theaterstücks oder einer Oper zu entscheiden. Denn die Karten-Abonnements reduzierten sich von 4567 auf 4240, der Kartenabsatz im freien Verkauf erhöhte sich gleichzeitig von 1300 auf 1853.

Gerade in der jüngsten Spielzeit habe er sehr gute Resonanz bekommen, berichtete Bürgermeister Werner Himmer - selbst Stammgast im Modeon. Die Gäste kämen aus dem weiten Umland. Selbst Kemptener würden das Marktoberdorfer Angebot sehr schätzen und loben.

Zur Sitzung gehörte auch ein Ausblick auf die Saison 2010/11. Filser berichtete, dass die Agentur die Tournee des neuen Musicals «Mandela», das am 7. Januar in Marktoberdorf Premiere haben sollte, mangels Buchungen abgesagt hat. Daher galt es, kurzfristig Ersatz zu finden: Am 3. Januar kommt nun die Operettenbühne Wien mit der «Fledermaus» ins Modeon.

Brecht und Schiller

Fest stehen die Theaterstücke, mit denen das Landestheater Schwaben im Modeon gastiert: Am 11. April 2011 bringen sie den «Kaukasischen Kreidekreis» von Brecht auf die Bühne, am 12. Mai 2011 wird Schillers «Maria Stuart» gegeben. Dies war auch im Sinne der Stadträte.

Stabile Zahlen zeichnen sich auch bei den Abonnements ab: In der abgelaufenen Saison gab es 400 Abonnenten und 362 hätten ihre Platzbestellung nun bereits verlängert, obwohl die öffentliche Werbung erst anläuft. Filser ist daher zuversichtlich, die Zahlen der abgelaufenen Saison erneut zu erreichen und vielleicht sogar zu übertreffen. Die geänderte Vergabe der Plätze führe nur noch vereinzelt zu Kritik.

Karten für Hartz IV-Empfänger

Geeinigt hat sich das Gremium auch auf Freikarten im städtischen Modeon-Programm nach sozialen Kriterien. Ein Sondertarif bei Vorlage einer Hartz IV-Bescheinigung erschien den Ausschussmitgliedern wenig praktikabel. Zudem, so Ulrike Wieser (SPD), fehle einem Hartz IV-Empänger auch das Geld für eine reduzierte Karte. Sie brachte daher Freikarten ins Gespräch. Diese Idee fanden auch die anderen Ausschussmitglieder gut. Da aber Bürgermeister Himmer ein Problem in der Vergabe dieser Karten durch die Stadt sieht, will er künftig pro Aufführung drei Karten an Einrichtungen wie die Arbeitsgemeinschaft Grundsicherung (Arge) oder die Caritas geben. Diese sollen die Karten an Bedürftige weiterleiten. (vit)

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen