Glaubens-Fest 2011
Stattliches Programm lädt zum Mitfeiern ein

Es waren zwar geschichtliche Ereignisse, die der Anlass für das «Glaubens-Fest 2011» in Kaufbeuren sind. Die zahlreichen Veranstaltungen zwischen Februar und November sollen aber vor allem «dem Glauben Raum geben» und Crescentias Begeisterung für Gott in die Gegenwart tragen, so Schwester Regina Winter, Generaloberin des Crescentia-Klosters. Zusammen mit Oberbürgermeister Stefan Bosse stellte sie das umfangreiche Programm des Festjahres vor, das anlässlich des 750-jährigen Bestehens des Kaufbeurer Franziskanerinnenklosters und des zehnten Jahrestages der Heiligsprechung von Crescentia begangen wird.

Eigene Broschüre

Seit dem Frühjahr 2009 hat eine «Steuerungsgruppe» am Festprogramm gearbeitet. Vertreter von gut einem Dutzend Institutionen machten sich Gedanken, welchen Beitrag sie zum «Glaubens-Fest» leisten können. Das Ergebnis dieser Überlegungen ist eine stattliche Broschüre, in der die Aktivitäten bis zum Abschlussgottesdienst und der Aufführung der «Crescentia-Kantate» am 26. November aufgeführt sind.

In einer Auflage von 20000 Stück soll sie ebenso für das Festjahr in Kaufbeuren werben, wie die bereits angebrachten «Glaubens-Fest»-Schilder an den Ortseingängen sowie Hinweistafeln an der B12 und sogar an der A96. Zwar geht es laut Bosse vor allem darum, das zumeist harmonische und enge Miteinander von Stadt und Kloster in den vergangenen 750 Jahren zu feiern.

Doch Gäste aus nah und fern seien natürlich willkommen. Zudem sei das «Glaubens-Fest» ausdrücklich überkonfessionell konzipiert. «Alle Menschen sind eingeladen, mit uns zu feiern», so Schwester Regina.

Gelegenheit dazu gibt es reichlich: Die Bandbreite reicht vom christlichen Jugendfestival im Jordanpark und einer gemeinsamen Crescentia-Namenstagsfeier über meditative Orgelmusik und Kunstprojekte bis hin zu festlichen Gottesdiensten - unter anderem zelebriert vom Münchner Erzbischof Reinhard Kardinal Marx und dem Botschafter des Vatikans in Deutschland, Erzbischof Jean-Claude Périsset. Sicherlich spreche nicht jede Veranstaltungen jeden an, und der Besucherzuspruch werde sehr unterschiedlich sein. Wichtig sei letztlich aber, dass das «Glaubens-Fest» seine Wirkung nicht nur «in der Breite, sondern auch in die Tiefe» entfalte, heißt es.

Auch dauerhafte Spuren werden hinterlassen. So hat Crescentia-Experte Dr. Karl Pörnbacher ein Buch zur Geschichte des Kaufbeurer Franziskanerinnenklosters in Arbeit, das im Mai offiziell vorgestellt wird. Die Marienschulen haben ein Crescentia-Gesellschaftsspiel entwickelt, und die Kirchenmusik St. Martin schreibt einen Kompositionswettbewerb aus: Gesucht werden neue Werke für Orgel oder Orgel und Soloinstrument, die auf das «Crescentialied» von Ludwig Hahn Bezug nehmen. Die Kompositionen der Preisträger werden auf CD eingespielt und veröffentlicht. Eine weitere CD soll im Zuge des Kaufbeurer Orgelsommers entstehen.

Die beteiligten renommierten Organisten werden bei ihren Konzerten ebenfalls über das «Crescentialied» improvisieren und die Stegreif-Kompositionen für einen Benefiz-Tonträger zur Verfügung stellen. Schließlich entstanden und entstehen im Zuge des Festjahres zwei künstlerische Versionen des franziskanischen Glaubenssymbols «Tau».

Beim Blick auf das attraktive Programm hätten sich die großen Anstrengungen und auch die Überzeugungsarbeit, die für das «Glaubens-Fest» schon im Vorfeld notwendig waren, auf jeden Fall gelohnt, so Schwester Regina. «Davor hat es einigen schon gegraust», berichtete die Generaloberin schmunzelnd.

www.crescentia.de

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