Kaufbeuren
Statt in die Turnhalle geht es in steile Wände

Das geplante Kletterzentrum der DAV-Sektion Kaufbeuren-Gablonz soll auch in den Sportunterricht der Schulen mit einbezogen werden. Der Deutsche Alpenverein unterstützt solche Vorhaben bundesweit schon länger; die hiesige Sektion hatte bereits angekündigt, ihre Anlage dem Schulsport künftig zur Verfügung zu stellen.

Im städtischen Verwaltungsausschuss stößt dieses Vorhaben ebenfalls auf Zustimmung. Das Gremium hat sich nun wie erwartet für einen Zuschuss in Höhe von 300000 Euro für das rund eine Million Euro teure Zentrum in Kaufbeuren-Nord ausgesprochen. Die Bedingung: Die Kletteranlagen müssen für den Schul- und Breitensport zugänglich sein. Für die Stadt zählt aber auch noch ein anderer Aspekt. «Durch die Einbeziehung der bisherigen Biostabanlage entfallen für die Stadt Abbruchkosten in erheblicher Höhe», so Stadtkämmerer Markus Pferner.

Wie mehrfach berichtet, plant die Sektion Kaufbeuren-Gablonz das Zentrum mit Vereins- und Geschäftsräumen, Kletterhalle und einer großen Freiluftkletteranlage auf dem Gelände der ehemaligen Biostabanlage, dem neuen «Wertachpark». Baubeginn soll im Frühjahr sein.

Viele Schulformen kommen als Nutzer in Frage

Laut städtischer Schulverwaltung sollten die Kletteranlagen künftig «in einem gewissen Umfang» dem Schulsport kostenfrei zur Verfügung stehen. Als mögliche Nutzer kämen die Kaufbeurer Hauptschulen, die Förderschule, die Sophie-La-Roche-Realschule sowie das Jakob-Brucker-Gymnasium in Frage. «Die ganze Stadt profitiert von dieser Anlage», so Oberbürgermeister Stefan Bosse in der Verwaltungsausschusssitzung.

In der Sitzung entspann sich jedoch eine Diskussion über die Stundenzahl, die den Schulen zur Verfügung stehen.

Das Gremium sprach sich schließlich für ein Jahreskontingent von 624 Stunden für alle in Frage kommenden Schulen aus, welche die Anlage in den 40 Schulwochen eines Jahres vor allem unter der Woche vormittags auslasten würden.

Bislang relativ wenige Lehrer für den Klettersport ausgebildet

Ulrike Seifert (Grüne), die selbst als DAV-Funktionärin tätig ist, wies auf die boomende Entwicklung des Klettersports hin, der sich auch immer mehr Schulen anschlössen. Derzeit seien zwar noch wenig Lehrer für den Klettersport ausgebildet, so der Pädagoge Alexius Batzer (KI). «Wenn die Anlage aber erst mal steht, werden es mehr werden.» Der pädagogische Wert des Klettersports sei unbestritten, meinte auch Catrin Riedl-Schmied (SPD).

CSU-Fraktionschef Ernst Schönhaar schlug eine Koordination der zur Verfügung stehenden Stunden durch die städtische Schulverwaltung vor, «um sicherzustellen, dass alle Schulen kostenfrei klettern können».

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