Kaufbeuren
Startschuss im Rathaus für «Wir helfen Afrika»

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika wird wohl wieder ein Milliardenspektakel. «Aber die Ärmsten der Armen werden vergessen», betonte Rudolf Schnippe, Koordinator für Kaufbeuren bei dem humanitären Projekt «Wir helfen Afrika». Dem soll abgeholfen werden. Neben vielen anderen deutschen Städten beteiligt sich nämlich auch die Wertachstadt an dem Unterfangen, das 32 schwer kranken oder verletzten afrikanischen Kindern eine Operation ermöglichen soll (siehe Info-Kasten). Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse hatte zur Auftaktveranstaltung in den ehrwürdigen alten Sitzungssaal des Rathauses geladen, wo er unter anderem auch den Vorsitzenden des Vereins «Wir helfen Afrika», den Bambi-Preisträger Dr. Igor Wetzel, und die beiden prominenten Stadtpaten Kaufbeurens für das Projekt, Eishockey-Legende Didi Hegen und Ex-Fußballstar Franz «Bulle» Roth begrüßte. Es gebe zahlreiche helfende Hände in der Stadt, die sich auch in und für Afrika engagierten, so Bosse. Darum sei Kaufbeuren für die Teilnahme an dem Projekt geeignet.

Dr. Igor Wetzel bezeichnete «Hilfe für Afrika» als Folgeprojekt zu «Wangen hilft Togo», das zur WM 2006 veranstaltet worden war. Kaufbeuren werde symbolisch dem WM-Teilnehmer Slowakei zugeordnet, erläuterte Stadtkoordinator Rudolf Schnippe. Es sei die kleinste WM-Nation, die zudem noch nie an dem Turnier teilgenommen habe. Schnippe überbrachte die Grüße des slowakischen Generalkonsuls in München, der demnächst auch aus diesem Anlass zu Gast in Kaufbeuren sein will.

Wie soll nun das Geld in Kaufbeuren zusammenkommen? Schnippe nannte mehrere Beispiele: Man könnte auf Weihnachtsfeiern oder -geschenke in Betrieben verzichten und das Geld spenden. Schulen und Vereine hätten die Möglichkeit, Benefizveranstaltungen zu organisieren. Beim Kunsthaus soll ein Euro zusätzlich als Eintritt verlangt werden.

«Unternehmer könnten jeden Euro, den die Belegschaft für uns sammelt, verdoppeln», gab der Koordinator weitere Denkanstöße. Wer Informationen brauche, könne sich bei ihm melden.

Bei der Auftaktveranstaltung waren auch viele Kaufbeurer Aktivisten - Organisationen, Schulen und Vereine - zugegen, die sich schon seit geraumer Zeit für Afrika engagieren. Sie stellten ihre Projekte zum Teil mit kleinen Filmbeiträgen vor.

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