Startschuss für Bau der staatlichen Realschule

von johannes schlecker
| Memmingen Der Bau der staatlichen Realschule auf dem ehemaligen Schlachthofgelände in Memmingen kann beginnen. Beim offiziellen Spatenstich gab Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger gestern den Startschuss für die Bauarbeiten des knapp 28 Millionen Euro teuren Projekts. «Wir haben uns ein sehr ehrgeiziges Ziel gesetzt», erklärte der Rathauschef. Denn die Fertigstellung des Neubaus sei bereits im September 2009 geplant.

In den kommenden Wochen konzentrieren sich die Baumaßnahmen vor allem auf die neue Dreifachturnhalle mit angegliederter Einfachsporthalle. Deshalb habe der Tag auch einen symbolischen Charakter für die städtische Realschule, die ebenfalls auf dem Gelände errichtet werden soll, erklärte Holzinger. Wie berichtet, sollen die beiden Schulen die Turnhalle gemeinsam nutzen.

Mit großem Interesse verfolgten Vertreter des Stadtrats, Mitglieder des Sportforums und zahlreiche Ehrengäste den Spatenstich, den Holzinger wegen des «harten Bodens» auf einem Bagger vornahm. Auch Eltern und Schüler der vor einem Jahr neu gegründeten staatlichen Realschule, die bis zur Fertigstellung des Baus im Vöhlin-Gymnasium untergebracht sind, waren vor Ort.

Ein besonderes Lob zollte Holzinger dem Architektenbüro Schulz & Schulz aus Leipzig, das den von der Stadt ausgeschriebenen Architektenwettbewerb für sich entscheiden hatte. «Die geplante Gestaltung des Gebäudes ist so schön, dass auch der Stadtrat den Entwurf einstimmig abgesegnet hat», so Holzinger. Für den dreigeschossigen Neubau habe der Freistaat bereits einen Zuschuss von rund sieben Millionen Euro in Aussicht gestellt. «Diese Zahl ist jedoch vorläufig», betonte der Oberbürgermeister.

«Großer Tag für die Schulstadt Memmingen»

Von einem «großen Tag für die Schulstadt Memmingen» sprach Staatsminister Josef Miller. Um die Bedeutung des Projekts zu unterstreichen, wies er auf die steigende Zahl an Realschülern in Bayern hin. «Seit 1995 haben wir einen Zuwachs von rund 70 Prozent», erklärte Miller. Auch in Memmingen sei diese «immense Nachfrage» zu spüren. Gemeinsam mit der städtischen Realschule sei nun ein Projekt entstanden, «dass dringend notwendig und in dieser Konstellation einmalig ist».

«Wir sind auf dieses Gebäude angewiesen», sagte Josef Herz, Schulleiter der staatlichen Realschule. Im vergangenen Schuljahr sei man mit drei Klassen und 84 Kindern gestartet. Kurzfristig rechnet er mit über 200 Schülern. «Drei bis vier Klassen werden da aber sicher noch hinzukommen», so Herz.

Auf eine Zuschauertribüne in der Turnhalle muss die Realschule allerdings verzichten. «Dies war aus räumlichen Gründen einfach nicht umzusetzen», bekräftigte Holzinger. Wegen der nahen Lage zu den Bahngleisen habe die Stadt bereits jetzt eine Sondergenehmigung der Deutschen Bahn AG einholen müssen. «Mit einer Tribüne wäre die Turnhalle noch deutlich größer geworden.»

«Baubeginn der städtischen Realschule spätestens 2010»

Wann der Spatenstich für den Bau der städtischen Realschule erfolgt, ist laut Holzinger noch unklar: «Ich hoffe aber, dass wir spätestens 2010 loslegen können», so der Rathauschef.

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