Winterrieden / Boos
Startschuss für Ausbau der B 300

Der Ausbau der Bundesstraße 300 zwischen Winterrieden und Boos hat begonnen. Voraussichtlich bis 7. Dezember ist die Fahrbahn voll gesperrt. Der Verkehr wird weiträumig umgeleitet. Der rund 4,8 Kilometer lange Streckenabschnitt wird nach Angaben des Staatlichen Bauamtes Kempten grundlegend erneuert. Zudem ist entlang der B 300 ein Geh- und Radweg geplant. Die Bundesstraße stellt eine diagonale Hauptverbindung zwischen der A 7 bei Memmingen und der A 9 bei Langenbruck (Landkreis Pfaffenhofen a.d. Ilm) dar. Für den Raum Memmingen/Unterallgäu ist sie die kürzeste Verbindung nach Augsburg.

Bereits vergangene Woche wurde laut Josef Merk, zuständiger Abteilungsleiter für die Bereiche Unter- und Ostallgäu am Staatlichen Bauamt, die obere Erdschicht neben der Fahrbahn abgetragen. Seit gestern werde der alte Asphalt auf der Bundesstraße abgefräst.

Überdurchschnittlich viele Unfälle

Der Ausbau sei notwendig geworden, da sich auf dem Abschnitt zwischen Winterrieden und Boos in der Vergangenheit trotz Überholverbots überdurchschnittlich viele Unfälle ereignet hätten. Nach den Vorstellungen der Planer soll die B 300 zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und zur Behebung von Mängeln in der Bausubstanz erneuert werden.

Geringfügige Abweichungen von der bisherigen Trasse ergeben sich dabei vor allem im Bereich der Kurven durch eine «fahrdynamische und geometrisch optimierte Linienführung», wie es das Staatliche Bauamt während des Planfeststellungsverfahrens zu Beginn des Jahres 2008 ausgedrückt hatte. Die B 300 soll im Zuge des Ausbaus eine Breite von sieben Metern sowie ein rund 1,5 Meter breites, unbefestigtes Bankett erhalten. Zusätzlich ist vorgesehen, auf der Ostseite der Trasse parallel zur Bundesstraße auf einer Länge von etwa vier Kilometern einen rund 2,5 Meter breiten kombinierten Geh- und Radweg zu schaffen und das Feldwegenetz entsprechend anzupassen. «Die Kosten von rund 2,1 Millionen Euro übernimmt der Bund in vollem Umfang», erklärt Merk.

20 Behörden und Verbände beteiligt

An dem Planfeststellungsverfahren hatte die Regierung von Schwaben neben den Verwaltungsgemeinschaften Boos und Babenhausen 20 weitere Behörden und Verbände beteiligt. Als Ausgleich des mit der Baumaßnahme verbundenen Eingriffs in Natur und Landschaft wird zudem die Teilfläche eines Grundstücks auf der Gemarkung Boos zu einer ökologischen Fläche umgestaltet. «Es entsteht eine Art Biotop», erklärt Merk.

Die Bauarbeiten werden nach Angaben des Abteilungsleiters von einer Grabungsfirma aus Neuburg an der Donau begleitet. Dies sei mit dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt, das diesen Bereich auf mögliche Bodendenkmäler hin untersuchen möchte.

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