Start für Grundschulgebäude

Von Freddy Schissler
| Buchenberg Das Gelände der Freien Waldorfschule Kempten in Albris in Buchenberg wird um einen weiteren Mosaikstein erweitert. Im Frühjahr kommenden Jahres soll der Startschuss zum Bau eines neuen Gebäudes fallen, der die Klassen 1 bis 4 beherbergen wird - also die Grundschüler. Wie Geschäftsführer Roland Birk in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats von Buchenberg erläuterte, wird das 800 Quadratmeter große Schulgebäude knapp 2,4 Millionen Euro kosten und zum Schuljahr 2011/12 fertiggestellt sein.

Mit einer zweijährigen Bauzeit wird deshalb gerechnet, weil Lehrer, Eltern und Freunde der Freien Waldorfschule Kempten selbst mit anpacken. Das sei ohnehin Teil des Konzepts, so Birk. «Ein Pädagogikum» nennt er die Baumaßnahmen in Albris. «Viele Planungen wurden bereits in den Unterricht integriert - zum Beispiel in das Fach Biologie.» Jeder, der Lust dazu verspüre, könne sich laut Roland Birk in diesen «organischen Prozess» mit einbringen. Ein Zwang bestehe freilich nicht. Um das Projekt gemeinsam so umzusetzen, nehme man auch eine längere Bauzeit in Kauf.

Erst im Jahr 2020 wird das Gelände laut Planung der Schule in Albris komplett fertiggestellt. Dann wird endgültig umgezogen von der Fürstenstraße in Kempten nach Buchenberg. Die einzelnen Bauabschnitte im Überblick:

l 2011/12: Fertigstellung des Grundschulgebäudes (1. - 4. Klasse)

l 2013/14: Fertigstellung der Gebäude für die Klassen 5 bis 13.

l 2020: Bis zu diesem Zeitpunkt sollen alle Gebäude stehen - großer Saal, Gymnastikhalle, Ganztagesbetreuung, Küche etc.

Ein großes Projekt für die Freie Waldorfschule Kempten, die derzeit 330 Kinder besuchen, das laut Roland Birk ein Kostenvolumen von rund zehn Millionen Euro umfasst. In die bisherigen Gebäude in Albris wurden 4,2 Millionen Euro gesteckt; 3,2 Millionen Euro davon gingen als Spendengelder ein.

Birk: «Unser momentaner Schuldenstand beträgt 800000 Euro.»

Probleme der Finanzierung sieht er keine. Denn immer wieder würden Eltern, Freunde oder Gönner der Schule in die eigene Tasche greifen. Mitunter sehr tief. So seien Spenden um die 10000 Euro keine Seltenheit. Sogar eine Summe in Höhe von 200000 durfte Roland Birk schon entgegen nehmen.

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