Bernbeuren / Füssen
Starke Nerven bringen Titel

Sie hatten nichts zu verlieren - und haben am Ende alles gewonnen: Die Juniorinnen des CC Füssen sind Europameister im Curling. Das Team um Skip Corinna Scholz aus Bernbeuren, die im Dezember bereits mit den Frauen Europameisterin wurde, sicherte sich den Titel in einem dramatischen Finale in Prag und qualifizierte sich damit für die Weltmeisterschaft Anfang März im schweizerischen Films.

«Es war ein unglaublich spannendes Endspiel», berichten die beiden Spielerinnen Corinna Scholz und Leah Andrews. Bis zum dritten End stand es noch 0:0. Dann gingen die Däninnen im vierten End mit zwei Steinen in Führung - und gaben diese lange nicht ab. Erst im achten und neunten End zeigte das Team aus Skandinavien Nerven - und verschoss jeweils den letzten Stein, wie Leah Andrews berichtet. Dadurch schrieb das Team Scholz, zu dem auch Martina Linder, Angelina Terry und Sina Hiltensperger gehören, jeweils einen Punkt und glich gerade noch aus.

So musste die Partie schließlich im Zusatzend, also in der Verlängerung, entschieden werden. «Wir haben gemerkt, dass die Däninnen sehr unsicher waren», so Andrews. «Sie standen unter Druck, da sie bisher alle Spiele im Turnier gewonnen hatten. Und wir hatten nichts zu verlieren.»

Die Juniorinnen gingen selbstbewusst in die Partie. «Wir waren uns sicher, dass wir das Spiel gewinnen», erklärt Andrews. «Die Däninnen haben voll auf Angriff gespielt, sehr aggressiv», erzählt Corinna Scholz. «Sie haben ihre Taktik komplett umgestellt. Das hatte ich nicht erwartet.»

Davon ließ sich das Team aus Füssen jedoch nicht irritieren. Dass die Däninnen keine leichten Gegner werden würden, hatte sich bereits im ersten Gruppenspiel gezeigt: Dort zogen die Deutschen den Kürzeren. Das bessere Ende aber lag bei ihnen. Trainerin Gesa Angrick freut sich über die Leistung des Teams. «Sie haben sich sehr gut geschlagen, schon ein gutes Halbfinale gespielt und auch im Finale bis zum Schluss die Nerven behalten», resümiert Angrick.

Dennoch formulieren die Mädchen ihre Ziele für die Weltmeisterschaft in der Schweiz vorsichtig. «Wir sollten uns erst einmal ein kleineres Ziel stecken, denn bei der WM sind starke Mannschaften vertreten», findet Leah Andrews. Wichtig sei in erster Linie, dass man Spaß habe. Denn nur so könnten die Mädchen auch harmonieren. Und: Zu verlieren haben die fünf Curlerinnen auch bei einer Weltmeisterschaft nichts.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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