Kempten
Standort und Ausweitung, Sicherheit und Toiletten

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An die allererste Festwoche 1949 erinnert sich Klara Wagner genau: Als Lehrling war sie bei der Firma Bohlinger angestellt und durfte mit ihrem Chef täglich zur Wirtschaftsmesse. «Die Kugelschreiber waren der Renner», sagt die Seniorin und weiß noch, dass sie sich «wie ein König» gefühlt habe, als sie mittags ins Festzelt geschickt wurde, um Würstchen zu holen. Bis auf vergangenes Jahr hat sie bisher jede Festwoche miterlebt.

Optimale Voraussetzungen also, um gestern im Rahmen des AZ-Leserstammtischs mit OB Dr. Ulrich Netzer, Festwochenleiterin Martina Dufner-Wucher und dem Festwochenbeauftragten des Stadtrats, Herbert Karg, über die Festwoche zu diskutieren. Beim Stammtisch in der Parkterrasse der Familie Heel, den Claudia Benz, Leiterin der Lokalredaktion, moderierte, waren weitere Leser, die sich um die Teilnahme beworben hatten, dabei. Es ging um diverse Themenbereiche:

Standort Wie Stefan Schmölzer findet, ist der Stadtpark ein idealer Standort für die Festwoche. Darin pflichteten ihm nicht nur die anderen Leser, sondern auch der OB bei: Dieser Standort sei einer der Erfolgsfaktoren der Festwoche, meinte er. Denn er sei unvergleichbar und gebe der Veranstaltung eine eigene Identität.

Ausweitung des Geländes: Braucht die Festwoche mehr Platz? Darüber wurde kontrovers diskutiert. So macht es laut Netzer wenig Sinn, die Ausstellung zu erweitern. Denn allein durch eine größere Menge an Anbietern werde das Angebot nicht vielfältiger, sondern wiederhole sich. Soweit war man sich einig. Doch braucht man eine größere Fläche wegen der immer mehr werdenden Abendbesucher? «Die Leute stellen sich langsam darauf ein und kommen früher», meinte Netzer. Zudem könne man den Hildegard- und den Residenzplatz nicht mit einbeziehen, weil man Ärger mit den dann mehr werdenden Anwohnern bekomme und es zudem ein Verkehrsproblem gäbe. Zudem würden abgegrenzte Bereiche wie ein Weinzelt für ältere Besucher auf dem Residenzplatz nicht angenommen. Herbert Karg betonte, dass während der Festwoche dreimal der Wochenmarkt stattfindet, den man nicht so einfach verlegen könne.

Schmölzer hingegen erwiderte, dass man den Residenzplatz sehr wohl einflechten könne. Das biete zudem Möglichkeiten für weitere Programmpunkte, auch kulturell. Georg Hieble meinte, dass man die «Events», die Rahmenprogrammpunkte, nach draußen verlagern könne, «aber die Leute kommen ansonsten dahin, wo es eng ist». Dass eine Verlagerung «gar nichts bringen würde», glaubt Boni Briechle.

Sicherheit Auf die Festwochenverordnung (wir berichteten) und darauf, dass Sicherheitskräfte in hoher Zahl vorhanden seien, ging Martina Dufner-Wucher ein. Doch die Frage von Leserin Angelika Ferenz, warum immer mehr Jugendliche abends kämen und warum dabei so viel getrunken werde, konnte sie nur zum Teil beantworten. «Unser Problem ist, dass das Angebot für Jugendliche so attraktiv ist, dass es andere abschreckt.

» Klara Wagner meinte dazu: «Früher wurde auch getrunken, aber nicht so. Dafür hatte man gar kein Geld.»

Zwei Anregungen nahmen die Verantwortlichen schließlich von Renate Helmrich mit: Sie wünscht sich auf dem Gelände mehr Sitzgelegenheiten und sauberere Toiletten. «Zu Spitzenzeiten gibt es immer mal wieder Probleme», sagte Herbert Karg. Allerdings betonte er auch, dass auf den Toiletten stündlich kontrolliert werde.

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