Kirche
Stadtpfarrer Mikschl: Neue Kirchenstruktur bietet auch Chancen

Auch 'die Chance zu einem neuen Aufbruch' sehen Ludwig Hörmann, Referent für Gemeindeentwicklung in der Region Kempten, wozu auch das Dekanat Lindau gehört, und Stadtpfarrer Leander Mikschl die Bildung einer Pfarreiengemeinschaft Lindenberg-Scheidegg-Scheffau. Über die Vor- und Nachteile wurde bei einem Infoabend im katholischen Pfarrheim in Lindenberg informiert. 'In Zukunft gibt es für jedes Dekanat es eine Richtzahl an Pfarreien. In Lindau sind es sieben Einheiten', erklärte Ludwig Hörmann.

Eine davon sei die Zusammenlegung von Lindenberg mit Scheidegg-Scheffau, die bereits eine Pfarreien-Gemeinschaft haben. Verändern würden sich nur die Strukturen, erklärte er. 'Unser Auftrag: Das Evangelium mit den Grunddiensten der Kirche bleibt gleich und ist uns allen ein Anliegen.'

Eine Auswirkung der Neuerung wird sein, dass es in der jetzigen Form keine Pfarrgemeinderäte mehr gibt. Ab 2014 wird ein Pastoralrat gewählt, der aus Mitgliedern aller drei Pfarrgemeinden besteht. Gewählt wird proportional. Der Pastoralrat übernimmt unter anderem die Funktion des Seelsorgeteams. Eine weitere Auswirkung ist, dass es vor Ort Seelsorgeräte geben wird, die sich mit den Hauptamtlichen um die Kirche vor Ort kümmern.

Große Entlastung

Stadtpfarrer Leander Mikschl sieht in der neuen Struktur durchaus Chancen und Möglichkeiten. Er nannte dazu Beispiele. Unter anderem, dass man mit Firmlingen früher einen Ausflug auf eine Hütte angeboten hat. Das gibt es jetzt nicht mehr, da es jetzt zu wenige sind. Bei Firmlingen aus drei Orten würde es sich wieder lohnen.

Den Familiengottesdienst zu organisieren sei viel Arbeit. Wenn er aber nacheinander in Lindenberg, Scheidegg und Scheffau stattfindet, seien die Vorbereitungen nur einmal nötig. 'Es wäre eine große Entlastung in vielen Bereichen', stellt er fest. Im Bereich Kirchenchor habe Lindenberg ohnehin schon mit Scheidegg zusammengearbeitet. 'Lassen Sie uns die Dinge gemeinsam auf die Beine stellen', forderte Mikschl.

Zur Zeit seien die Gottesdienstordnungen nicht kompatibel. Das müsse sich ändern, wenn die Einheit vollzogen ist. Seine Aufforderung an die zahlreichen Besucher: 'Trauen Sie sich als Laien mehr, Sie dürfen mehr, als sie wissen.' Man solle nicht Jammern, dass alles so schlimm ist. 'Wir brauchen Aufbruchstimmung in unseren Gemeinden. Packen wir es gemeinsam an.'

In der regen Diskussion klang unter anderem an, dass der 'Job' eines Priesters von der Kirche attraktiver gemacht werden solle.

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