Vollversammlung
Stadtjugendring und Stadt Kaufbeuren unterzeichnen Grundlagenvertrag

Vor drei Monaten votierte der Kaufbeurer Stadtrat für den Vertrag zwischen der Stadt Kaufbeuren und dem Stadtjugendring (SJR). Dabei beschloss das Gremium auch eine Deckelung der Finanzen bis 2014. Nun hielt der SJR seine Vollversammlung ab: Zwar beschlossen auch die Delegierten, dem Vertrag zuzustimmen, sparten aber nicht an Kritik.

Mit dem Vertrag soll die «partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem SJR» geregelt werden, wobei der Jugendring gesetzliche Aufgaben der Kommune übernimmt. Dafür hob der Stadtrat das Budget von 712000 Euro auf 830000 Euro an, deckelte aber diese Summe für die Vertragsdauer von drei Jahren. «Aber dafür übernehmen wir zusätzliche Aufgaben. Die Steigerung ist also kein Füllhorn», meinte Vorsitzender Peter Heel. Vielmehr werde jeder zusätzliche Euro gebraucht, um die bisherigen und vor allem neuen Aufgaben meistern zu können. Und mit Preissteigerungen und erhöhten Kosten sei in den kommenden Jahren zu rechnen. Heel kündigte deshalb eine verstärkte Kommunikation mit dem Stadtrat an - auch, um dort mehr Verständnis für die umfassenden Aufgaben des SJR zu wecken. Oberbürgermeister Stefan Bosse begrüßte die Initiative: «Das finde ich gut: Gespräche sind auch deshalb sinnvoll, da Stadtratsbeschlüsse sich ändern können.

» Allerdings sagte er auch, dass angesichts der «wenig berauschenden Haushaltslage» der Stadt, mehr zurzeit nicht möglich sei. Danach unterzeichneten Heel und Bosse friedlich den Vertrag.

Das Werk hat auch sogleich Konsequenzen, denn der SJR muss einen Nachtragshaushalt einreichen, da nun die Geschäftsstelle umstrukturiert werden müsse, erläuterte Ralf Einfeld von der Geschäftsstelle. So wurde eine Sparte «Zentrale Dienste» geschaffen, die Hausmeister- und Reinigungsdienste übernehme. Einfeld stellte den Delegierten auch den Entwurf des SJR für die neuen Förderrichtlinien vor.

Diese werden aktualisiert, den Richtlinien des Bayerischen Jugendringes angepasst und gehen auf Forderungen der Stadt ein, die Änderungen bei den Kriterien und Fristen verlangt habe, so Einfeld.

Die Versammlung stimmte dem Haushalt wie auch den Richtlinien zu. Zudem wählte sie einen neuen Vorstand, aus dem Thomas Zimmermann beruflich ausschied. Der stellvertretende Vorsitzende Peter Bauch tritt aus familiären Gründen kürzer (siehe Infokasten). Zuvor stellte Bauch noch den Jahresbericht vor und wies auf die neuen Projekte und Termine hin.

Der geplante Jugendhilfsfonds des SJR stagniere allerdings. Grund sei, dass das Familienministerium einen Bildungsfond auflegt, der ebenfalls sozial benachteiligte Kinder fördern soll, erklärt Uwe Sedlacek. Nun soll zunächst das Bundesprojekt in der Praxis abgewartet werden - um keine Doppelfinanzierung zu fördern. Ab Herbst will dann der SJR diejenigen, die nicht in das Raster des Bildungsfonds passten, selbst fördern, so Sedlacek.

www.sjr.kaufbeuren.de

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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