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Stadtgespräch
Stadtgespräch: Hauptstraße Lindenbergs soll offen bleiben

Eine Sperrung der oberen Hauptstraße, zwischen Stadtplatz und Schickle-Kreuzung, um eine Fußgängerzone einzurichten, wird von den Lindenberger Bürgern abgelehnt. Sie befürchten, unterstützt von Prognosen der Städteplaner, dass dadurch der Verkehr in der Rathausstraße und rund um die Grundschule weiter zunimmt. Das ist das Ergebnis des Stadtgesprächs mit 40 Teilnehmern, zu dem der CSU-Ortsvorsitzende Thomas Goebel am Donnerstagabend in den «Löwen» eingeladen hatte.

«3000 Fahrzeuge am Tag sind eine Zumutung», so Alfred Heckner, der sich als Sprecher der Bewohner der Rathausstraße und der Geschäftsleute rund um den Stadtplatz vorstellte. Die Anwohner hätten schon «viel erduldet und Opfer gebracht». Dass die Wohnstraße noch mehr Verkehr aufnehmen und zu einer Hauptverkehrsstraße werden soll, sei «eine Mißachtung der Bürger». Ein «Fußgängerzönle ohne Einkaufserlebnis» nannte Horst Miller den geplanten Versuch; eine Handvoll Geschäfte auf 200 Meter Länge sei keine wirklich attraktive Aufenthaltszone. Es sei unverständlich, dass dafür die Rathausstraße und die Straße um die Grundschule mehr belastet werde, wie die Verkehrsplaner festgestellt hätten. Mehrfach wurde unter Beifall gefordert, zuerst die Hindernisse in der Bismarckstraße («Eine Bremsstraße») zu beseitigen, damit der Verkehr besser fließen könne.

Dazu sei ein Kreisverkehr an der Blumen-/Bismarck-/Sedanstraße notwendig und statt der Ampel beim Kaufmarkt, eine Unter- oder Überführung, sowie eine Linksabbiegespur in die Poststraße. Allein dadurch werde der Innenstadtverkehr spürbar weniger und dann könne man an eine Verkehrsberuhigung oder eine Fußgängerzone in der oberen Hauptstraße denken. Eine «gescheite Fußgängerzone», so ein Bürger, sei «eine Illusion».

Wichtiger sei, so ein Stadtplatz-Anwohner, öfter zu kontrollieren, dass die Tempobeschränkung eingehalten werde. Ein weiterer Bürger gab zu Bedenken, vor der Kirche sei mit viel Aufwand ein Platzcharakter geschaffen worden, eine Qualität, die man mit der neuen Verkehrsführung wieder zunichte mache.

Stadtrat Anton Wiedemann (CSU), der den aktuellen Stand des Verkehrskonzepts vorstellte, meinte ebenfalls, für eine Fußgängerzone sei «die Zeit noch nicht reif». Er plädierte wie die betroffenen Bürger für eine Reduzierung der Geschwindgkeit auf Tempo 20 in der ganzen Hauptstraße und das Radfahren im Gegenverkehr. Das sei vom Stadtrat im Sommer vergangenen Jahres beschlossen worden und werde in den nächsten Wochen umgesetzt.

Stadtrat entscheidet im April

Im April will der Stadtrat darüber entscheiden, ob die Fußgängerzone vom Stadtplatz bis zur Schickle-Kreuzung eine Zeitlang getestet wird.

Grundlage wird ein nichtöffentliches Fachgespräch mit Polizei, Planern und Verkehrsexperten sein, zu dem Bürgermeister Johann Zeh, der sich klar für eine Fußgängerzone aussprach, einen Betroffenen (Heribert Mayr oder Alfred Heckner) einlud.

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