Tourismus
Stadtgeschichte als echtes Erlebnis

Die Vision für 2020 sieht so aus: Kempten ist das städtetouristische Ziel im deutschen Alpenraum und macht Geschichte in besonderer Qualität erlebbar. Zudem soll das Hotelangebot wachsen, die Zahl der Tagesgäste soll um 50 Prozent gesteigert werden und die fünf strategischen Geschäftsfelder, um das Ziel zu erreichen, sind Kultur- und Städtetourismus mit und ohne Übernachtung, Tagungs-, Event- sowie Kongresstourismus, Rad- und Freizeit, sowie Wirtschaftstourismus.

Das sieht das Tourismuskonzept der Stadt vor, das im Juli im Werkausschuss vorgestellt worden war. Doch bis 2020 ist es noch lange hin und große Teile des Konzepts, erläuterte jetzt im Ausschuss Heinz Buhmann, sollen in drei bis fünf Jahren umgesetzt werden. Und es habe sich bereits einiges getan, vermeldete der Leiter des städtischen Eigenbetriebs Kempten Tourismus- und Veranstaltungsservice.

Das wurde bereits umgesetzt: Was die Inszenierung der Stadtgeschichte angeht, ist laut Buhmann die Erasmuskapelle das beste Beispiel. Die Kapelle sei mittlerweile in das komplette touristische Programm integriert worden.

Weitere vorhandene Angebote sind die Erlebnis-Stadtführungen, bei denen Schauspieler die Teilnehmer in gespielten Szenen mit in die Vergangenheit nehmen, und die Audioguides. «Die sind sehr beliebt», betonte Buhmann. Was die Weiterentwicklung des Beherbergungsangebots angeht, so Buhmann, tue sich bereits viel: In vielen Häusern gebe es Umbauten und es werde kräftigt investiert. Apropos Beherbergung: Das Jugend- und Familiengästehaus, das im September 2011 in der Stadtbadstraße eröffnet, wurde bereits in sämtliche Kataloge aufgenommen.

Wasserkraftwerk mit einbinden

Das ist demnächst geplant: Eine Reihe an Vorhaben für 2011 stellte Buhmann dem Ausschuss vor. So soll es ab Mai Stadtführungen geben, bei denen die Teilnehmer in die Inszenierung integriert werden. Auch das neue Wasserkraftwerk soll mit eingebunden werden. 2011, spätestens 2012, soll es auch Segway-Touren durch Kempten geben. Derzeit werde ein Partner gesucht.

Um für das touristische Angebot Kemptens zu werben, soll es 2011 auch einen Kempten-Informationstag geben und die Stadt wird auf einer Bus-Messe in Köln vertreten sein. Und noch einen Wunsch hat Buhmann für das kommende Jahr: Den Weihnachtsmarkt, das Mitternachtsshopping und auch den Weihnachtsmarkt der Jugendverbände wünscht er sich unter einem Dach.

Thomas Hartmann (Grüne) und Andreas Kibler (CSU) lobten die Aktivitäten, betonten aber, dass die Werbung für die Stadt übers Internet nicht vernachlässigt werden dürfe. So regte Kibler auch an, über soziale Netzwerke tätig zu werden, damit dort Veranstaltungen und Termine einer breiten Masse publik werden. Daran, versicherte Buhmann, arbeite man bereits. (bec)

 

Die Audioguides für Stadtrundgänge auf eigene Faust wurden in diesem Jahr eingeführt und kommen bei Touristen gut an. Unser Bild zeigt Johannes Herz beim Gang durch die Altstadt mit dem Gerät. Foto: Ralf Lienert

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