Jahresbilanz
Stadtbücherei Lindenberg will Kontakt zu Schulen verstärken

Die Lindenberger Stadtbücherei will heuer verstärkt den Kontakt zu Schulen suchen. Grund: Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die die Einrichtung nutzen, ist im vergangenen Jahr spürbar zurückgegangen, wie die Büchereileiterin Anne Schneider in ihrem Jahresbericht im Stadtrat darlegte.

Über einen Mangel an Arbeit musste sich das Büchereiteam auch im vergangenen Jahr nicht beklagen. 60500 Ausleihungen wurden registriert – Bücher, Spiele, CD und viele DVD. Zwar ist der Run auf die Filme etwas abgeebt, die DVDs sind aber nach wie vor das beliebteste Medium. Im Schnitt wurde jede der 302 Discs, die die Bücherei im Bestand hat, 15 mal ausgeliehen.

Zu denken macht Anne Schneider der Rückgang an Lesern. 1541 sind in der Stadtbücherei registriert, 103 weniger als ein Jahr zuvor. 'Schmerzlich' sei vor allem der Rückgang um 50 Kinder. Den Geburtenrückgang sieht die Büchereileiterin als Ursache, aber auch die Konkurrenz durch andere Medien. Dabei hat die Bücherei auch im vergangen Jahr viel getan, um gerade junge Leser in die Bücherei zu locken.

So wurde der Comicbereich neu gestaltet und ausgeweitet. Für 1500 Euro wurden 120 neue Bände gekauft. Vor allem Jungs sollen dadurch angelockt werden. Ausgeliehen werden können jetzt beispielsweise sämtliche Asterixbände, teils auch in englisch, französisch und lateinisch, dazu alle Bände von Tim und Struppi. Die Simpsons finden sich zudem genauso in dem als Rakete gestalteten Comicregal wie Batman, Spiderman, neue Folgen der Schlümpfe und einige 'Graphic Novels', also Comics im Buchformat.

55 Schulklassen waren da

Wichtig ist dem Büchereiteam der Kontakt zu Schulen. Er soll noch ausgebaut werden. Es sei die einzige Möglichkeit, Kinder zu erreichen, die durch ihre Eltern keinen Bezug zur öffentlichen Bücherei haben, schilderte Schneider. Angeboten werden deshalb Büchereiführungen.

55 Klassen und 23 Kindergartengruppen haben das im vergangenen Jahr angenommen. Mit einem Sommerleseclub will die Bücherei in Zusammenarbeit mit der Mittel- und eventuell der Realschule Schüler der 5. und 6. Klassen jetzt auch in den Ferien für die Bücherei begeistern. Motto: 'Schock deine Lehrer, lies ein Buch'.

Eine ältere Leserschaft spricht die Bücherei mit ihren Hörbüchern an, die sich steigender Nachfrage erfreuen. Sie werden nun auch auf einer größeren Fläche präsentiert. Weil aus Platzmangel kein weiteres Regal aufgestellt werden kann, habe die Bücherei im Gegenzug ihren Bestand an CD-Rom verringert, schilderte Anne Schneider.

Für ihre Arbeit und die ihrer Kolleginnen erhielt die Büchereileiterin Anerkennung von allen Fraktionen. Kulturreferantin Hanni Windhaber lobte unter anderem die 'Kreativität' mit der die Bücherei ihr Angebot für Kinder aber auch Senioren gestalte. Ein Thema war im Stadtrat wie in den Jahren zuvor die Raumnot und die Lage der Bücherei im ersten Obergeschoss. Die Bücherei sei 'absolut behindertenunfreundlich. Der eine oder andere muss deshalb auf den Besuch verzichten', monierte Leo Wiedemann.

Den 'Stadtrat gefordert um die Raumnot zu lindern' sieht Martin Einsle. So schnell wird das aber wohl nicht geschehen. 'Die Raumnot haben wir alle im Kopf. Wir können aber nicht alle Dinge gleichzeitig erledigen', so Bürgermeister Zeh. Anne Schneider hatte das Thema von sich aus gar nicht mehr angesprechon. 'Ich habe es jedes Jahr gesagt und es weiß jeder'.

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