Bilanz
Stadtbücherei Lindenberg verzeichnet Rekord

Rekordjahr für die Stadtbücherei. 2010 wurden so viele Ausleihungen verzeichnet wie nie zuvor. Das lag vor allem an den Filmen, wie Anne Schneider, Leiterin der Bücherei, im Stadtrat schilderte: DVDs waren und sind besonders begehrt, weshalb die Bücherei ihren Filmbestand auch erweitert.

Seit September 2009 bietet die Stadtbücherei Filme auf DVD an. Sie kommen sehr gut an. Deshalb hat die Bücherei den Bestand von 160 auf 240 Exemplare aufgestockt. Deutlich schlechter liefen im vergangenen Jahr die CD und Hörbücher. Schneider führt das vor allem auf die räumliche Enge zurück. Es fehle der Platz, um sie ansprechend präsentieren zu können. Die Bücherei hat deshalb einen Großteil der schlecht ausgeliehenen und zum Teil zerkratzten CDs ausgemustert.

Fast konstant hoch ist die Zahl der Buchausleihungen. Bemerkenswert ist die stark gestiege Zahl an Nutzern aus anderen Gemeinden. Schneider führt das auf die «guten Öffnungszeiten und das attraktive Angebot der Bücherei» zurück.

Für Käufe verfügte die Bücherei über einen Etat von 11000 Euro. Davon wurden unter anderem 570 Bücher gekauft. Neuerwerbungen stellt Schneider auf der Homepage der Bücherei vor. Einen Newsletter via E-mail, den Stadtrat Josef Kraft anregte, gibt es bislang noch nicht. Wohl aber können Bücher seit dem vergangenen Jahr übers Internet verlängert und reserviert werden. Gut kommt auch eine andere Änderung der jüngeren Vergangenheit an: Dienstag ist ganztags geöffnet. «Der Vormittag wird von Schulen gerne genutzt», schilderte Anne Schneider. 55 Klassen und 21 Kindergartengruppen kamen Dienstags in die Bücherei.

Weniger junge Leser

Ein Wermutstropfen fällt in die Bilanz. Die Zahl der jungen Leser ist um sieben Prozent zurückgegangen. Dem will die Bücherei unter anderem mit dem Projekt Comics begegnen (siehe eigener Artikel).

Kummer bereitet Anne Schneider die räumliche Enge in der Bücherei. Das hat auch Folgen für das Projekt «55+». 80 Medien wurden für diese Altersgruppe angeschafft. Anfangs waren sie an einer Stelle gebündelt. Den Platz kann Schneider nicht dauerhaft bereithalten, weshalb die Bücher in den normalen Bestand eingegliedert wurden. In dem Zusammenhang bedauerte Schneider auch die Lage im ersten Stock: «Senioren mit Gehbehinderung können nur schwer in die Bücherei gelangen, weil wir keinen barrierefreien Zugang haben».

Die Lage der Bücherei ist für den Stadtrat ein Thema. Stefan Bihler sprach von einem «untragbaren Zustand» und regte eine Prüfung an, ob ein Lift eine denkbare Lösung wäre. Abhilfe mahnte auch Dr. Gert Strube, Behinderten- und Seniorenbeauftragter, an. Volkshochschule und Bücherei würden gerade für ältere Bürger an Bedeutung gewinnen. Beides sei in Lindenberg nicht barrierefrei zugänglich. «Jedes Jahr wird etwas gesagt, aber nichts getan», ärgerte sich er. Dieter Wurm brachte als Alternative den leerstehenden Feneberg-Markt in der Bahnhofstraße ins Spiel. Aus der Diskussion las Bürgermeister Zeh die «hohe Bereitschaft des Stadtrates etwas an den Räumen zu ändern».

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