Stadt zahlt 75 000 Euro pro Jahr

Marktoberdorf | rel | Marktoberdorfs Bürgermeister Werner Himmer ist erleichtert: 'Ich bin sehr froh, dass die Entscheidung einstimmig gefallen ist.' Für ihn ist das Ergebnis 'ein gutes Ende und ein noch besserer Anfang'. Schließlich sorgte der Unterhalt des 2001 eröffneten Künstlerhauses in der Vergangenheit für heftige Diskussionen im Stadtrat und in der Bevölkerung. Nun aber wurde eine Lösung zumindest für die nächsten zehn Jahre gefunden: Das Haus erhält jährlich von der Stadt 75 000 Euro . Für Himmer sind damit 'die Weichen gestellt für die Zukunft des Hauses'. Und dessen Leiterin Birgit Höppl kann wieder sicher planen.

2002 hatte sich der Stadtrat zu einem Betrag von jährlich 45 000 Euro durchgerungen, befristet bis 2007. Doch reichte das Geld nicht aus für den Betrieb und die personelle Betreuung der Galerie. So musste Kunsthaus-Stifter Franz Schmid immer wieder zuschießen, um die Einrichtung am Leben zu erhalten.

Im Sommer stand die Finanzierung zur neuerlichen Entscheidung an. Vor dem Hintergrund eines Stiftungsvertrages, der die Stadt zur Kostenübernahme verpflichtet, schlug der Stadtrat mit hauchdünner Mehrheit einen neuen Weg ein: Aus dem Erbe einer Bürgerin, die der Stadt ein beachtliches Vermögen vermacht hatte, wollten die Räte eine Million Euro abzwacken und so der Stiftung Kapital verschaffen. Mit den Zinsen von gut 45 000 Euro sollte die Kunst- und Kulturstiftung die Galerie weitgehend betreiben. Doch was die Kritiker dieser Lösung von Anfang an ahnten, bewahrheitete sich schnell: Für Stiftungsvorstand Schmid war dies kein akzeptabler Weg aus der Misere.

Diese Woche legte Himmer, der auch 2. Stiftungsvorsitzender ist, einen neuen Vorschlag vor, dem alle Räte zustimmten. Aus dem Erbe wird eine Million entnommen und recht zinsbringend, aber sicher auf dem freien Finanzmarkt angelegt. Mit einem Zuschuss aus dem Stadtetat erhält so das Künstlerhaus 75 000 Euro. Weil Mäzen Schmid die gute Zukunft 'seines' Hauses am Herzen liegt, gibt er noch 25 000 Euro drauf. Auch Jürgen Schwarz, Vorsitzender des Fördervereins, atmet nun auf. Er sieht im Ergebnis 'einen tragfähigen Kompromiss'.

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