Empfang
Stadt Wangen und Landkreis würdigen Kardinal Dr. Walter Kasper

Der Ravensburger Landrat Kurt Widmaier bescheinigte ihm, «stets einer von uns geblieben» zu sein, Wangens Oberbürgermeister Michael Lang hieß ihn «zuhause» herzlich willkommen: Der langjährige Kurienkardinal Dr. Walter Kasper ist am gestrigen Dreikönigstag mit einem Empfang anlässlich seines Eintritts in den Ruhestand im Wangener Rathaus geehrt worden. Die Ehrenbürgerschaft der Stadt besitzt er bereits seit 2003.

Nach dem Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Martin bildete der große Sitzungssaal des Rathauses den Rahmen für den Empfang von Stadt und Landkreis. Die enge Verbundenheit mit der Stadt Wangen stellte deren OB Lang in seiner Rede und mit Bildern heraus: Dabei war das Elternhaus in der Leutkircher Straße ebenso zu sehen wie die Primiz, die Walter Kasper Ostern 1957 in der Stadtpfarrkirche feierte.

In seiner Zeit als Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart blieb er Wangen ebenso verbunden wie in den letzten elf Jahren, in denen er als Kardinal bei der Kurie in Rom wirkte. Schon Ostern 2001 habe er in seiner neuen Eigenschaft als Kardinal eine Messe in Wangen gefeiert. Und anlässlich des 70. Geburtstages zwei Jahre später verlieh ihm die Stadt die Ehrenbürgerschaft. Auch sein goldenes Priesterjubiläum feierte der seit 1999 in Rom lebende Kasper 2007 in Wangen.

Dank seines Engagements habe die Spitalkirche renoviert werden können, so Lang. Er bot dem nun in den Ruhestand getretenen Kardinal an, beim Transport seiner Bücher nach Wangen zu helfen, sollte er sich zum Umzug in die Heimat anschließen. Das schloss Kardinal Kasper in seiner Erwiderung aus: «Es sind 150 laufende Meter Bücher».

Mit Freude angenommen hat er indes das Geschenk der Stadt: Ein Ruhekissen mit Stadtwappen. Zudem ist er auf einen Spaziergang mit Landrat Kurt Widmaier in den Landkreis eingeladen. Dieser brachte zum Ausdruck, dass er stolz sei, dass Kasper einen Großteil der Wurzeln in der Stadt Wangen und im Landkreis Ravensburg habe - und dass «sie sich dessen auch bewusst sind». Zudem habe Kasper auch in hohen Ämtern nie vergessen, dass Seelsorge die Hauptaufgabe für Priester bleibe.

Seine Arbeit in der Diözese sei «schwierig» gewesen, aber auch hier habe Kasper Impulse für das geistliche Leben gegeben. Mit viel Energie habe er stets für die Ökumene gekämpft, so Widmaier.

Das Wichtigste seien ihm auch in seiner Arbeit in Rom die menschlichen Beziehungen gewesen, so Kasper. Dabei habe er bei den Kontakten zu den Vertretern anderer Kirche gespürt, dass «der Heilige Geist auch außerhalb unserer Kirche weht». Zugleich habe er in der katholischen Kirche stets die große Sehnsucht nach Einheit gespürt. Er habe versucht, ein Netz freundschaftlicher, «ja geschwisterlicher» Beziehungen über die Kirchengrenzen hinweg zu schaffen.

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