Marktoberdorf / Rieder
Stadt unterstützt Wunsch aus Rieder

Die Stadt Marktoberdorf unterstützt den Wunsch der Bürger aus dem Ortsteil Rieder nach einer Umgehung. Einstimmig stellte sich der Stadtentwicklungsausschuss hinter diese Forderung. Da dennoch frühestens in zehn Jahren mit einer Planung zu rechnen sei, fordern die Stadträte vom Straßenbauamt Sofortmaßnahmen, die den Verkehr in der Ortsdurchfahrt Rieder bremsen.

Aus Rieder bekamen die Behörden in den vergangenen Wochen mehrfach Post. In einem Schreiben von Vereinsvertretern fordern die Riederer, eine Umgehung für den Ort zu planen. Diese beantragt nun auch eine neue «Interessengemeinschaft Rieder B16». Sie plädiert ebenfalls für eine großräumige Ableitung des Verkehrs bei Stötten durch das Geltnachtal in Richtung Burk-Selbensberg. Von dort könnte der Verkehr - nach Bau der Umgehung Bertoldshofen - zur B12 Kempten-München gelangen.

Grund für den Unmut in Rieder ist vor allem der zunehmende Lkw-Verkehr. «Die Angst vor Personenunfällen ist größer geworden. Der Weg zur Arbeit, zur Schule, zur Bushaltestelle ist gefährlicher und unzumutbar für alle, besonders für Kinder, geworden», schreibt die IG.

Die IG schlägt vor, den Verkehr bereits vor den Ortsschildern auf Tempo 70 zu bremsen, Querungshilfen für Fußgänger und Radler zu schaffen sowie Verkehrsinseln an den Ortsrändern einzubauen. Auch vermehrte Radarmessungen stehen auf der Wunschliste der IG.

Diesen Vorschlägen schloss sich der Ausschuss weitgehend an. Die Verbesserungen in der Ortsdurchfahrt will man auch im Zusammenhang mit dem Ausbau der Strecke zwischen Stötten und Rieder im kommenden Jahr anmahnen.

Darüber hinaus, so Bürgermeister Werner Himmer, setzt sich die Stadt dafür ein, dass die Umgehung Rieder in den vordringlichen Bedarf beim Bundesverkehrswegeplan kommt. Bisher läuft das Vorhaben nur als «weiterer Bedarf».

Doch auch bei der Umstufung, so Stadtbaumeister Peter Münsch, dauere es - «wenns gut läuft» - mindestens zehn Jahre, ehe eine Planung erstellt wird.

Viele Unfälle im Ortsbereich

Münsch berichtete, dass es in den vergangenen fünf Jahren auf dem B16-Teilstück von Stötten bis Rieder 67 Unfälle gegeben habe - davon einen tödlichen. In der Ortsdurchfahrt selbst gab es 25 Unfälle. Grund dafür seien die Linienführung und die breite Fahrbahn im Ort, die zu hohem Tempo verleite. Daher plädierte auch er für Sofortmaßnahmen: Verkehrsinseln, gesicherte Überquerung für Radler, Verschwenkungen der Fahrbahn.

Wolfgang Hannig (SPD) regte ergänzend an, das Vorgehen mit Steinbach zu koordinieren. Dies unterstützte auch Markus Singer (CSU). Denn Rieder und Steinbach seien - nach Bau der Umgehung Marktoberdorf - die einzigen Ortsdurchfahrten auf der Strecke Augsburg-Füssen. Peter Grotz (FW) ergänzte, dass auch nach Bau einer möglichen Umgehung von Stötten nach Burk viel Ziel- und Quellverkehr durch Rieder fahren würde.

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