Kempten
Stadt macht Dampf beim Klimaschutz

Eine Vorreiterrolle im Klimaschutz will Kempten im Vergleich zu anderen Städten bis spätestens 2020 einnehmen. Dabei sei man auf einem guten Weg, hieß es im Stadtrat. Gleichzeitig bleibe allerdings viel zu tun. Um die Maßnahmen zu koordinieren, soll nun ein Energieteam gebildet und ein umfassendes Klimaschutzkonzept entwickelt werden. Dies beschlossen die Räte einstimmig.

Vor dem Hintergrund eines unaufhörlichen steigenden Weltenergieverbrauchs und zu Ende gehender Ölvorräte sei es höchste Zeit, etwas zu unternehmen, erklärte Martin Sambale, Geschäftsführer des Energie- und Umweltzentrums Allgäu Eza. Er verwies auf Fördertöpfe, die die Erstellung von Klimaschutzkonzepten bis zu 80 Prozent finanzierten. Als Handlungsfelder benannte er kommunale Gebäude und Anlagen, Ver- und Entsorgung, kommunale Planung, Mobilität, Interne Organisation und Öffentlichkeitsarbeit. Etwa ein Jahr werde es dauern, ein Konzept zu entwickeln.

Für den Ausbau der regenerativen Energien machten sich mehrere Räte stark. Ein falsches Signal sei in diesem Zusammenhang das Engagement des Allgäuer Überlandwerks in einem Kohlekraftwerk, meinte Thomas Hartmann (Grüne). Den Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs und der Radwege sah Helmut Hitscherich (UB/ÖDP) als dringend an. Für eine intensive Beratung der Bevölkerung plädierte sein Fraktionskollege Dr.Philipp Jedlhauser.

Erinnert wurde daneben auch an etliche positive Maßnahmen aus der Vergangenheit. Mit dem Aufbau von Eza seien die Kemptener ihrer Zeit voraus gewesen, freute sich Claudia Dress (CSU). Die CO2-Einsparungen des Abfallverbands durch den Ausbau der Fernwärme hätten geholfen, dass Kempten bereits gut da stehe, sagte ihr Parteifreund Stephan Prause.

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